Spurwechsel

Dekarbonisierung und Klimaschutz

Europa hat sich mit seinem Green Deal zum Ziel gesetzt, bis spätestens 2050 der erste CO2-neutrale Kontinent zu werden. China will zehn Jahre später folgen. Auch der neue US-Präsident Joe Biden besiegelte in einer seiner ersten Amtshandlungen den Wiederbeitritt seines Landes zum Pariser Klimaabkommen. Das sind starke und wichtige Signale! Gleichzeitig ist aber klar: Politische Zielsetzungen und Sanktionen allein reichen nicht aus. Wir müssen Menschen für aktiven Klimaschutz „gewinnen“. Auch deshalb unterstützt Daimler multilaterale Initiativen, die einen breiten Wandel in Wirtschaft und Gesellschaft voranbringen sollen (Climate Pledge, TONZ). In erster Linie aber kehren wir vor der eigenen Tür. So haben wir uns klar zum Ziel gesetzt, unsere Pkw- und Van-Neuwagenflotte bis 2039 weltweit CO2-neutral zu machen. In Europa, Nordamerika und Japan soll das auch für unsere schweren Nutzfahrzeuge gelten.

Unser Auftrag ist nachhaltige und selbstbestimmte Mobilität durch technologische Innovation. Wir sind entschlossen, die dafür notwendige Transformation unseres Geschäfts und unseres Unternehmens voranzutreiben. Das ist der vielleicht grundlegendste „SpurWechsel“, seitdem wir das Auto erfunden haben — und er bezieht sich auf unsere gesamte Wertschöpfungskette: von Entwicklung und Einkauf über Produktion und Vertrieb bis zum Recycling. Mit neuen grünen Finanzierungsinstrumenten bieten wir nachhaltig orientierten Anlegern die Chance, zielgerichtet in klimaschützende Technologien zu investieren.

Im Alleingang werden wir es trotzdem nicht schaffen. Die Dekarbonisierung ist und bleibt eine Gemeinschaftsaufgabe. Staat, Unternehmen und Zivilgesellschaft müssen an einem Strang ziehen. Wenn das gelingt, sind wir sehr optimistisch, die Entwicklung der globalen Temperaturkurve positiv beeinflussen zu können.

Mit unserem ganzheitlichen Ansatz im Bereich Klimaschutz tragen wir konkret zu der Erreichung der Sustainable Development Goals bei:

  • SDG 7 (Icon)
  • SDG 9 (Icon)
  • SDG 11 (Icon)
  • SDG 13 (Icon)

Selbst wenn Sie radikal marktwirtschaftlich denken — die Erderwärmung zu begrenzen, kostet viel weniger als ihre Folgen. Wenn Sie sich für eine aktive Rolle entscheiden, haben Sie die Zügel selbst in der Hand. Unternehmen wie Daimler sollten sich klar bekennen: ‚Wir können CO2-neutral werden!‘ So ein Signal hilft auch der Politik bei ihrer Aufgabe, das Race to Zero für alle zu beschleunigen.

Nigel Topping (Foto)

Nigel Topping Nigel Topping ist High Level Champion for Climate Action für die 26. UN-Klimakonferenz 2021 in Glasgow, Schottland.

EQC mit Ladestation (Foto)
EQC: Stromverbrauch kombiniert: 21,5-20,1 kWh/100 km; CO2-Emissionen kombiniert: 0 g/km.
Stromverbrauch und Reichweite wurden auf der Grundlage der VO 692/2008/EG ermittelt. Stromverbrauch und Reichweite sind abhängig von der Fahrzeugkonfiguration.
Die tatsächliche Reichweite ist zudem abhängig von der individuellen Fahrweise, Straßen- und Verkehrsbedingungen, Außentemperatur, Nutzung von Klimaanlage/Heizung etc. und kann ggf. abweichen.
Solarpanels Factory 56 (Foto)
Auf dem Dach der Factory 56 befindet sich eine Photovoltaik-Anlage, die die Halle mit selbst erzeugtem, grünem Strom versorgt. Damit kann jährlich rund 30 Prozent des Strombedarfs der Factory 56 gedeckt werden.
EQA: Stromverbrauch kombiniert: 15,7 kWh/100 km; CO2-Emissionen kombiniert: 0 g/km.
Stromverbrauch und Reichweite wurden auf der Grundlage der VO 692/2008/EG ermittelt. Stromverbrauch und Reichweite sind abhängig von der Fahrzeugkonfiguration
Die tatsächliche Reichweite ist zudem abhängig von der individuellen Fahrweise, Straßen- und Verkehrsbedingungen, Außentemperatur, Nutzung von Klimaanlage/Heizung etc. und kann ggf. abweichen
EQC fahrend vor See (Foto)
Auto ladend (Foto)
104 g/km (NEFZ) Mehr

Die durchschnittlichen CO2-Emissionen unserer Pkw-Neuwagenflotte in Europa (Europäische Union, Vereinigtes Königreich, Norwegen und Island) sind auf voraussichtlich 104 g/km gesunken. Damit haben wir die CO2-Ziele in Europa in 2020 erreicht.

Aus dem Leben eines Powerpacks

1 - Rohstoffe

Kobalt, Lithium & Co.
Die zentralen Aspekte der Diskussion um Lithium-Ionen-Batterien - und was dahintersteckt.
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2 - Produktion

Gigantische Aussichten...?
Wie Zellfertigung und Batterieproduktion bei Daimler ineinandergreifen.
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3 - Einbau

Vernetzte Anlagen und intelligente Roboter
Flexibel in die emissionsfreie Zukunft.
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4 - Nutzung, Charging und Remanu­facturing

Bereitmachen für die Langstrecke
Wie steht es um die Alltagstauglichkeit der aktuellen Elektrofahrzeuge?
Mehr lesen

5 - Speicher und Energie­management

Die Tanks der Zukunft
Wie lässt sich grüner Strom konstant und zuverlässig ins Netz einbinden?
Mehr lesen

6 - Recycling

Reuse, Recycle, Repeat: Zielstation Rohstoffkreislauf
Was passiert mit den wertvollen Materialien ausgedienter Lithium-Ionen-Akkus?
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Aus dem Leben eines Powerpacks

In unseren Smartphones tragen wir sie ständig bei uns – und auch auf der Straße werden Lithium-Ionen-Batterien in den kommenden zehn Jahren auf dem Vormarsch sein. Denn die Elektromobilität nimmt immer mehr an Fahrt auf!

Das Credo ist klar: CO2 im Straßenverkehr reduzieren und die Luftqualität in den Städten erhöhen. Aber ist das alles? Wie nachhaltig Elektrofahrzeuge wirklich sind, hängt vor allem von ihrem Herzstück ab – der Batterie. Umso wichtiger ist es, den Lebenszyklus der Batterie von Anfang an so effizient und ressourcenschonend wie möglich zu gestalten: von der Batterieforschung bis zum Recycling. Jeder einzelne und noch so kleine Schritt entscheidet, wie die Ökobilanz ausfällt.

Gute Noten gibt es vor allem dann, wenn es gelingt, aus der Wertstoffkette einen Kreislauf zu machen. Und da bieten Batterien großes Potenzial bei den vielfältigen und teils seltenen Rohstoffen, die von der Batteriezelle bis zum Gehäuse verbaut sind. Es geht am Ende darum, den Ressourcenverbrauch von dem Wachstum unserer Produktionsleistung zu entkoppeln.

UBQ Pellets (Foto)

Wie Müllberge den Fahrzeugbau nachhaltig verändern

Sechs Jahre lang hat das Team des Start-ups UBQ Materials am neuen Rohstoff getüftelt, um aus Lebensmittel- und Gartenabfällen, aus Windeln, Papier und Verpackungen ein homogenes erneuerbares Material zu gewinnen.

Das Ergebnis: der biobasierte Kunststoff UBQ, der künftig auch bei Daimler Kunststoffe in verschiedensten Bereichen ersetzen könnte. Denn das klimafreundliche Verbundmaterial lässt sich häufiger als andere Kunststoffe recyceln, ohne aber an Qualität einzubüßen. Dadurch hat UBQ einen entscheidenden Vorteil: Es kann den CO2-Footprint von Bauteilen verringern und ebnet als erneuerbare Rohstoffquelle den Weg zur Kreislaufwirtschaft.

Anfang 2020 hat sich Daimler mit dem israelischen Start-up zusammengeschlossen, um den Bio-Kunststoff vielleicht schon bald serienmäßig für die Herstellung einer Leichtbau-Laderaummulde zu verwenden. Auch der Prototypenbau und die Produktion von Stoßfängern bei Bussen, Kabelkanälen und Ladungsträgerboxen könnten nach weiteren Tests auf das CO2-neutrale Rezyklat umgestellt werden.

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