Ressourcenschonung

Ressourcenschonung in der Produktion

Wir minimieren den ökologischen Fußabdruck unserer Produktion

GRI 103-1

Für die Umweltverträglichkeit unserer Fahrzeuge spielt neben dem Ressourceneinsatz im Fahrzeug auch der Ressourcenverbrauch bei der Herstellung eine wichtige Rolle. Aus diesem Grund arbeiten wir kontinuierlich daran, die Produktion effizienter und umweltschonender zu gestalten. Um den ökologischen Fußabdruck unserer Produktion zu minimieren, wollen wir daher weniger Wasser, Energie und Rohstoffe verbrauchen.

Ein wichtiger Stellhebel dabei ist, die Energieeffizienz zu erhöhen. Dadurch verringern wir den Energieverbrauch, schonen Ressourcen und reduzieren gleichzeitig den CO2-Ausstoß in der Produktion. Auch unseren Wasserverbrauch wollen wir reduzieren — zum Beispiel, indem wir Wasserkreisläufe schließen. Ressourcen zu schonen, bedeutet zudem, Abfallmengen zu senken. Um dies zu erreichen, forcieren wir unsere Anstrengungen für einen geringeren Rohstoff- und Materialverbrauch an unseren Standorten.

So steuern wir den Umgang mit Ressourcen im gesamten Konzern

GRI 103-2

GRI 303-1/-2

Die Umwelt zu schützen, ist integraler Bestandteil unserer Geschäftsstrategien. Vor diesem Hintergrund haben wir an unseren Produktionsstandorten Umweltmanagementsysteme etabliert. Damit wollen wir eine effiziente und qualitativ hochwertige Herstellung gewährleisten, die zugleich rechtskonform, umweltschonend und sicher ist. Die einzelnen Geschäftsfelder sind für den schonenden Einsatz von Ressourcen in gleicher Weise verantwortlich. Sie legen auch Ziele in diesem Bereich fest und berichten hierzu an die Vorstände der Konzerngesellschaften, die wiederum an den Gesamtvorstand berichten. Dieses Vorgehen leitet sich aus dem Zielesystem ab, das als Bestandteil der nachhaltigen Geschäftsstrategien vom Vorstand verabschiedet wurde.

Diese Ziele verfolgen wir

Wir haben uns das strategische Unternehmensziel gesteckt, den Ressourcenverbrauch pro Fahrzeug für die einzelnen Geschäftsfelder kontinuierlich zu senken beziehungsweise die Ressourceneffizienz zu erhöhen. Konkret haben wir uns Ziele für den Wasser- und Energieverbrauch sowie für die zu beseitigende Abfallmenge pro Fahrzeug gesetzt.

Potenzielle Umweltrisiken identifizieren, bewerten und minimieren

GRI 303-1

An allen Produktionsstandorten haben wir Umweltmanagementsysteme eingeführt. Damit sorgen wir für klare Verantwortlichkeiten und ein transparentes, standardisiertes Umsetzen interner und externer Umweltschutzvorgaben. Außerdem stellen wir ein umfassendes Reporting an unseren weltweiten Produktionsstätten sicher. Im Rahmen der Managementsysteme prüfen wir unter anderem den rechtskonformen Betrieb in den Bereichen Abfallwirtschaft, Luftemissionen, Abwassereinleitung und Boden-/Grundwasserbelastung sowie Umgang mit umweltgefährdenden Stoffen. Sollte es zu umweltrelevanten Vorfällen kommen, erfassen wir diese und beseitigen eventuelle Mängel.

Die Wirksamkeit der Managementsysteme wird sowohl durch externe Gutachter im Rahmen der Zertifizierung (ISO 14001, EMAS) als auch über interne Umweltrisikobewertungen (Environmental-Due-Diligence-Prozess) überprüft.

20 | Umweltrisikobewertung

Umweltrisikobewertung (Grafik)

Bereits 1999 haben wir eine Environmental-Due-Diligence-Methode entwickelt, um potenzielle Umweltrisiken an den Produktionsstandorten transparent zu machen, zu bewerten und ihnen entsprechend vorzubeugen. Diese wenden wir seither konzernweit an — sowohl intern an allen Produktionsstandorten, die sich mehrheitlich im Besitz des Konzerns befinden, als auch extern bei Fusions- und Akquisitionsvorhaben. In einem Fünfjahresturnus prüfen und bewerten wir die konsolidierten Produktionsstandorte des Konzerns nach einem standardisierten Prozess. Die Ergebnisse werden den Werken und den jeweiligen Geschäftsleitungen berichtet, sodass etwaige Optimierungen vorgenommen werden können.

Zudem überprüfen wir jährlich, inwiefern unsere Empfehlungen zur Risikominimierung an den Standorten umgesetzt wurden. Ziel der Umweltrisikobewertung ist es, an allen unseren Produktionsstandorten weltweit einen hohen Umweltstandard einzuhalten.

Von 2000 bis 2019 haben wir jeweils vier Risikobewertungen pro Produktionsstandort von Mercedes-Benz Cars & Vans sowie Daimler Trucks & Buses abgeschlossen. 2019 begann die fünfte Runde der Umweltrisikobewertung, die bis 2023 läuft.

Bedingt durch die Corona-Pandemie, konnten die für das Jahr 2020 geplanten Standortevaluierungen aufgrund von Reisebeschränkungen und Lockdown-Regelungen nicht wie vorgesehen stattfinden. Um den Fünfjahresturnus künftig wieder einzuhalten, werden die nicht stattgefundenen Evaluierungen in den kommenden Jahren nachgeholt. Die interne Berichterstattung sowie das Controlling zum Umsetzungsstand der Verbesserungsmaßnahmen finden jedoch weiterhin in gewohnter Weise statt.

Umweltschutz: Wir schulen unsere Beschäftigten regelmäßig

An all unseren Standorten werden Schulungen zum Umweltschutz durchgeführt. Wichtige Themen sind unter anderem Abfall- und Gefahrstoffmanagement, Gewässerschutz, Abwasserbehandlung, Notfallmanagement bei umweltrelevanten Betriebsstörungen oder umweltschutzgerechte Planung von Anlagen und Arbeitsstätten.

Wie häufig wir unsere Beschäftigten schulen und welche Inhalte wir dabei vermitteln, hängt auch von gesetzlichen Anforderungen ab. Diese können sich je nach Standort unterscheiden. In Deutschland bietet die Konzernfunktion „Nachhaltigkeit, Konzernumweltschutz & Energiemanagement“ jährlich Schulungen an, mit denen wir die in Deutschland gesetzlich geforderten Umweltschutzbeauftragten in den Bereichen Immissionsschutz, Gewässerschutz und Abfallmanagement qualifizieren.

Energieeffizienz steigern, Energieverbrauch senken

GRI 302-3/-4/-5

Um den ökologischen Fußabdruck unserer Produktionsprozesse zu verringern, wollen wir die Energieeffizienz steigern. Seit 2012 wurden an den deutschen Produktionsstandorten der Mercedes-Benz AG und der Daimler Truck AG Energiemanagementsysteme nach DIN EN ISO 50001 eingeführt und regelmäßig zertifiziert. Auch außerhalb Deutschlands betreiben wir derzeit ISO-50001-Systeme an einzelnen Standorten. Der Norm entsprechend haben wir das Energiemanagement in unserer Organisation verankert.

Regelmäßig messen und bewerten wir unsere wesentlichen Energieverbräuche, um die Einsparpotenziale in Produktion und Infrastruktur zu erkennen und zu nutzen. Beispielsweise haben wir an unseren Standorten die Schaltzeit von Beleuchtungs- und Lüftungsanlagen optimiert und konventionelle Leuchtmittel gegen LEDs ausgetauscht. Zudem wurden neue Lichtsteuerungskonzepte inklusive Dimm-Funktion implementiert. Auch die Steuerung der gebäudetechnischen Anlagen haben wir optimiert und eine bedarfsorientierte eingeführt.

Auch bei der Neubeschaffung oder dem Umbau von Anlagen und Gebäuden achten wir stets auf eine hohe Energieeffizienz. Dabei stehen die Steuerungen aller technischen Einrichtungen und Komponenten und eine transparente Messung der Verbrauchswerte im Fokus. Wichtig ist uns zum Beispiel, dass sich die Produktionsanlagen in den Pausen und in der produktionsfreien Zeit abschalten lassen und auch unter effizient betrieben werden können. Zusätzlich sensibilisieren wir die Belegschaften der Werke für das Thema Energiesparen — unter anderem mit allgemein sichtbaren Tipps, Schulungen und Energiemessen in der Produktion. Aber auch mit einer Vielzahl technischer Maßnahmen sparen wir Energie — dazu zählen unter anderem eine intelligente Robotersteuerung, hocheffiziente zur zentralen Drucklufterzeugung und eine konsequente Reduktion der der Verwaltungs- und Produktionsbereiche. Zudem setzen wir auf eine effiziente Steuerung sämtlicher Energieversorgungs- und gebäudetechnischer Anlagen.

Beispielsweise konnte die Mercedes-Benz AG im Berichtsjahr durch Optimierung eines Gieß-Fertigungsprozesses für Zylinderköpfe circa 83 Prozent Energie einsparen. In der Gießerei im Werk Mettingen (Deutschland) wurde unter anderem der Kernherstellungsprozess so umgestellt, dass keine energieintensive Filterung der Gießereiabluft mehr benötigt wird.

Die Mercedes-Benz AG verbrauchte im Jahr 2020 Strom, Erdgas, Kraftstoffe und weitere Energieträger in Höhe von 5632 GWh/a und damit 12 Prozent weniger als im Vorjahr. Im Bereich Trucks & Buses lag der Verbrauch bei 2982 GWh/a und damit 19 Prozent unter dem Vorjahreswert.

Systematisch erfasst werden diese Energieverbräuche in einer konzernweit genutzten Datenbank.

Im Berichtsjahr ist der Energieverbrauch pro Fahrzeug bei Mercedes-Benz Pkw um 15 Prozent gegenüber 2019 gestiegen. Diese Steigerung ist auf Effekte eines Pandemie-bedingten Rückgangs der Produktionsstückzahlen und den Anläufen in den neuen Fabriken zurückzuführen. Mercedes-Benz Vans konnte den Energieverbrauch pro Fahrzeug um 3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr senken. Im Bereich Trucks & Buses ist eine Erhöhung des Energieverbrauchs pro Fahrzeug um 17 Prozent im Vergleich zu 2019 zu verzeichnen.

21 | Daimler in China

Beijing Foton Daimler Automotive Co., Ltd. (BFDA)

Beijing Benz
Automotive Co., Ltd. (BBAC)

Fujian Benz
Automotive Co., Ltd. (FBAC)

Shenzhen DENZA New Energy Automotive Co.,Ltd

Gesellschafter
50 Prozent Daimler,
50 Prozent Foton

Gesellschafter
49 Prozent Daimler,
51 Prozent BAIC

Gesellschafter
50 Prozent Daimler Vans Hong Kong Limited, 35 Prozent BAIC Motor Corporation Ltd.,
15 Prozent Fujian Motor Industry Group Corporation

Gesellschafter
50 Prozent Daimler,
50 Prozent BYD Co., Ltd.

Standort
Beijing

Standort
Beijing

Standort
Fuzhou

Standort
Shenzhen

Produktionsvolumen 2020
Gesamt (inkl. TTO&KD): 130.597 Einheiten

Produktionsvolumen 2020
608.977 Einheiten

Produktionsvolumen 2020
29.935 Einheiten

Produktionsvolumen 2020
4.153 Einheiten

Produktion
mittelschwere und schwere Lkw der Marke Auman, EST-A, EST, GTL, ETX, Mercedes-Benz OM-457-Motoren

Produktion
EQC* SUV, AMG A35L, A-Class L, C-Class SWB & LWB, E-Class L, GLC SUV L, GLB, GLA

Produktion
Karosserie- und Montagewerk für Transporter (V-Klasse, Vito)

Produktion
DENZA X PHEV
DENZA X BEV

Energieverbrauch
419,6 GWh

  • davon Strom: 85,1 GWh
  • davon Erdgas: 192,7 GWh
  • davon Heizöl: 141,8 GWh

Energieverbrauch
1.005 GWh

  • davon Strom: 499 GWh
  • davon Solarstrom: 9 GWh
  • davon Erdgas: 497 GWh

Energieverbrauch
86,7 GWh

  • davon Strom: 47,2 GWh
  • davon Erdgas: 39,3 GWh

 

*

siehe Anhang zu Labeling

Wir nutzen Wasser immer effizienter

GRI 303-1/-2/-3/-4/-5

Wasser ist nicht nur ein kostbares Gut, sondern auch ein knappes: Laut Weltwasserbericht der UNESCO führen Klimawandel, Bevölkerungswachstum und steigender Konsum dazu, dass 2050 mehr als fünf Milliarden Menschen unter Wassermangel leiden werden — wenn wir so weitermachen wie bisher. Bei Daimler wollen wir daher zu einer nachhaltigen Wasserbewirtschaftung beitragen und unseren Wasserverbrauch weiter reduzieren.

Das erreichen wir, indem wir Wasserkreisläufe schließen — zum Beispiel durch Wiederaufbereitung von Prozesswasser oder den Einsatz von geschlossenen statt offenen Kühlsystemen. Zudem setzen wir wassersparende Armaturen im Sanitärbereich ein und gestalten Produktionsprozesse effizienter. So werden beispielsweise bei neuen Pkw- und Lkw-Lackieranlagen - anstelle von eingesetzt. In unserem Lkw-Getriebewerk in Gaggenau verzichten wir durch das Lackieren mit UV-Licht komplett auf den Einsatz von Wasser. Weiterhin setzen wir auf neuartige Industriereinigungsprozesse und reinigen punktuell mit Lasern statt mit Wasser.

Auch bei der Regenprobe, bei der Neufahrzeuge auf ihre Wasserdichtigkeit getestet werden, hat Mercedes-Benz wassersparende Maßnahmen umgesetzt: An einigen Standorten setzen wir ein biologisches Wasseraufbereitungsverfahren ein, das ohne den Einsatz von Bioziden auskommt. Dadurch gelangen weniger schädliche Stoffe in das Abwasser und die Wassermenge kann etwa dreimal so oft im Kreislauf behalten und verwendet werden.

Abwasser aus unserer Produktion und den sanitären Anlagen wird entweder gemäß den lokalen Vorgaben an örtliche Anlagen zur Abwasserbehandlung und -entsorgung weitergeleitet oder auf dem eigenen Gelände vorbehandelt beziehungsweise gereinigt. An einzelnen Standorten setzen wir auch biologische Kläranlagen ein. Das Risiko von Verunreinigung des Niederschlagswassers auf unseren Werksgeländen wird durch die Umsetzung der Daimler-Umweltschutzvorgaben minimiert. Ein Beispiel für den verantwortungsvollen Umgang mit Abwasser ist unser Lkw- und Bus-Werk in Chennai (Indien). Dort wird kein Abwasser in die Kanalisation oder in Gewässer abgeleitet. Die Prozesswässer werden konsequent in der werkseigenen Abwasserbehandlungsanlage aufbereitet. Zusätzlich werden am Standort große Mengen von Regenwasser in Auffangbecken gesammelt und durch Wasserfiltersysteme aufbereitet. Anschließend wird das Wasser in den Betriebsprozessen und im Sanitärbereich eingesetzt sowie zur Bewässerung der Grünanlagen verwendet.

Bei der Daimler Truck AG haben wir uns für das Wassermanagement das Ziel gesteckt, bis spätestens 2030 an allen Produktionsstandorten weltweit den Konzernstandard zur Vermeidung von Regenwasserverunreinigungen vollumfänglich umzusetzen.

Im Bereich Mercedes-Benz Pkw ist der Wasserverbrauch pro Fahrzeug im Berichtsjahr gegenüber 2019 um 14 Prozent gestiegen. Auch dies ist auf den Pandemie-bedingten Rückgang der Produktionsstückzahlen und den Anläufen in den neuen Fabriken zurückzuführen. 2020 musste Mercedes-Benz Vans beim Wasserverbrauch pro Fahrzeug ein Plus von 12 Prozent im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen. Bei Trucks & Buses hat sich im Berichtsjahr der Wasserverbrauch pro Fahrzeug um 15 Prozent im Vergleich zu 2019 erhöht.

Wir senken die Abfallmengen

GRI 306-1/-2

Unser Ziel ist es, die Abfallmengen in der Produktion zu reduzieren. Dafür ist es wichtig, Transparenz über die Abfallwertströme zu schaffen und die verschiedenen Abfallarten korrekt voneinander zu trennen. In Europa erfassen wir Abfälle beispielsweise nach Abfallschlüsselnummern und behandeln und entsorgen sie entsprechend den gesetzlichen Regelungen. Für die fachkundige Entsorgung von Abfällen arbeiten wir grundsätzlich mit lizenzierten und regelmäßig zertifizierten Entsorgern zusammen. Darüber hinaus minimieren wir Abfälle, wie Verschnitte, Sande, Filtermaterialien und Schlämme aus neuen oder optimierten Produktionsprozessen.

Mercedes-Benz Pkw hat die Abfallmenge zur Beseitigung pro Fahrzeug im Berichtsjahr gegenüber 2019 um 21 Prozent reduziert. Eine kontinuierliche Senkung in den letzten Jahren konnte beispielsweise bei Mercedes-Benz Pkw durch die Reduzierung der Abfallfraktionen mit wesentlichem Anteil an den Beseitigungsmengen der Aggregate- sowie CKD-Montagewerke erreicht werden. 2020 konnte Mercedes-Benz Vans bei der Abfallmenge zur Beseitigung pro Fahrzeug ein Minus von 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahr erreichen. Bei Trucks & Buses hat sich im Berichtsjahr die Abfallmenge zur Beseitigung pro Fahrzeug um 12 Prozent im Vergleich zu 2019 erhöht.

In der Logistik reduzieren wir unsere Abfallmengen: So optimieren wir Verpackungen und setzen wiederverwendbare Ladungsträger ein. Zum Beispiel haben wir im Mercedes-Benz Werk in Aksaray (Türkei) die Transportverpackung von Getrieben und Motoren verbessert: Statt auf Einwegverpackungen aus Holz transportieren wir Getriebe und Motoren in Mehrweg-Stahlladungsträgern. Dadurch sparen wir jährlich das Äquivalent von 3.200 Bäumen an Verpackungsmaterial ein.

Abfälle in der Gastronomie vermeiden

Die Produktion, der Vertrieb und die Entsorgung von Lebensmitteln verursachen erhebliche Umweltauswirkungen. Mit der Daimler Gastronomie GmbH versorgen wir in Deutschland an elf Standorten, in 35 Kantinen und 54 Shops täglich circa 45.000 Beschäftigte mit Speisen und Getränken. Unser Ziel ist es, die CO2-Bilanz unserer Speisen und die Abfallmengen zu reduzieren. Dafür haben wir eine nachhaltige Verpackungsstrategie initiiert. Im Berichtsjahr konnten wir durch verschiedene Maßnahmen etwa 23,9 Tonnen Plastikmüll einsparen.

Beispielsweise verzichten wir in unseren gastronomischen Betrieben auf Einwegplastik. Mit der Einführung nachhaltiger Menüboxen aus Bagasse und der Abschaffung der Kaffee-Einwegbecher werden wir diesem Ziel zukünftig vollumfänglich gerecht. Mit der gleichzeitigen Einführung unseres plastikfreien Kaffee-Mehrwegbechers im Pfandsystem können nach aktuellen Berechnungen 2,4 Millionen Einwegbecher eingespart werden. Diese zwei Maßnahmen könnten den jährlichen Plastikmüll um weitere 14,8 Tonnen senken. Zudem wollen wir mit unvermeidlichen Speiseabfällen künftig nachhaltiger umgehen. Dazu bewerten wir den Verwertungskreislauf von Speiseabfällen mithilfe innovativer Lösungsansätze und Partnern. Beispielsweise arbeiten wir mit Energieversorgern zusammen, die Speiseabfälle in Energie weiterverarbeiten können.

Wie wir die biologische Vielfalt an unseren Standorten erhalten und fördern

Der Rückgang der Biodiversität ist ein globales Problem, das weiter voranschreitet. Die Gründe dafür sind vielfältig — die Beanspruchung von Ressourcen, zunehmende Schadstoffemissionen und produktionsbedingte Eingriffe in die Umwelt sind einige davon. Neben dem Klima-, Immissions-, Gewässer- und Bodenschutz sehen wir daher auch eine wichtige Aufgabe darin, die biologische Vielfalt rund um unsere Standorte zu erhalten und zu fördern. In den Werken der Daimler AG haben wir bereits zahlreiche Maßnahmen zur Erhaltung des ökologischen Gleichgewichts etabliert und werden diese in Zukunft weiter ausbauen.

Unsere internen Handlungsempfehlungen „Biodiversität“ geben praktische Hinweise zur naturnahen Flächengestaltung für unsere Werke. Sie regen dazu an, für die Biodiversität aktiv zu werden, das Thema bei Planungen von Bauaktivitäten zu berücksichtigen und entsprechende Maßnahmen umzusetzen. So haben wir beispielsweise Insektenhotels und Nisthilfen für heimische Vögel gebaut, Wildbienenhotels aufgestellt sowie Dach- und Fassadenbegrünungen, Trockenbachläufe, Steingärten und Blumenwiesen angelegt. Des Weiteren haben wir an vielen deutschen Standorten Grünflächen naturnah umgestaltet. Der Naturschutzbund (NABU) berät, begleitet und dokumentiert unsere Aktivitäten für die Tier- und Pflanzenwelt an diesen Standorten schon seit einigen Jahren. Aber auch an vielen anderen Standorten werden Randstreifen und bisher wenig genutzte Flächen naturnah gestaltet sowie artgerechte Nistkästen und Vogelhäuser angebracht. Mit Erfolg: So sind im Mercedes-Benz Werk Sindelfingen schon mehr als 30 Wanderfalken-Küken geschlüpft.

Ein Großteil der deutschen Werke bewertet seine Flächen anhand des selbst entwickelten Biodiversitätsindex (BIX) und kann deren Aufwertung hinsichtlich der Artenvielfalt entsprechend messen.

Die Vereinten Nationen haben die Jahre 2011 bis 2020 zur UN-Dekade für biologische Vielfalt erklärt und damit die Weltöffentlichkeit aufgerufen, sich für die biologische Vielfalt einzusetzen. Das Biodiversitäts-Projekt des Mercedes-Benz Werks Mannheim ist im Berichtsjahr für sein Engagement in Schutz, Erhalt und in der Förderung der Artenvielfalt als offizielles Projekt der UN-Dekade für biologische Vielfalt ausgezeichnet worden: Das Projektteam hat 1.100 Quadratmeter brachliegende Grünflächen im Werk durch Wiesen mit Wildkräutern ersetzt. Weitere 6.000 Quadratmeter wurden so angelegt, dass Rückschnitte auf ein Minimum reduziert werden konnten. Dadurch können sich die Flächen natürlich entwickeln und Schmetterlingen, Wildbienen und anderen gefährdeten Insekten Lebensraum bieten.

So bewerten wir die Wirksamkeit unseres Managementansatzes

GRI 103-3

Um den Ressourcenverbrauch in der Produktion kontinuierlich zu reduzieren, haben wir uns bis 2030 konkrete Ziele für den Wasser- und Energieverbrauch sowie für die zu beseitigende Abfallmenge pro Fahrzeug gesetzt. Für das Monitoring unserer Ziele und die Berichterstattung erhebt Daimler systematisch die wichtigsten Umwelt- und Energiedaten aus den deutschen und ausländischen Werken. Diese werden auf Werksebene von den Daimler-Standorten mit Mehrheitsbeteiligung weltweit im Daimler Umweltdaten-Informationssystem (DUDIS) erfasst, berechnet und ausgewertet.

Anhand der Messdaten und mithilfe interner und externer Instrumente überprüfen wir, inwieweit wir die Ressourcenziele für unsere Werke erreichen. Für die interne Überprüfung haben wir Kennzahlen definiert, die wir per Scorecard verfolgen. Mit der externen Überprüfung haben wir eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft betraut. Diese bewertet jährlich eine Auswahl unserer Unternehmensziele und deren Umsetzung. Die geprüften Ergebnisse nutzen wir, um unsere Maßnahmen zur Ressourcenschonung anzupassen und weiterzuentwickeln.

Energieverbrauch (in GWh)
GRI 302-1

 

2016

2017

2018

2019

2020

Summe

10.895

11.340

11.607

11.287

9.711

Wasserbezug (in 1.000 m3)
GRI 303-3

 

2016

2017

2018

2019

2020

Summe

15.104

14.014

14.381

13.486

11.778

Abfälle nach Abfallart (in 1.000 t)
GRI 306-3/-4/-5

 

2016

2017

2018

2019

2020

Nicht gefährlicher Abfall zur Beseitigung

86

82

40

28

13

Nicht gefährlicher Abfall zur Verwertung (ohne Schrott)

223

239

318

303

251

Schrott zur Verwertung

828

858

877

830

685

Gefährlicher Abfall zur Beseitigung

21

15

10

10

11

Gefährlicher Abfall zur Verwertung

71

75

82

79

65

Summe

1.229

1.269

1.328

1.249

1.025

Anbieter/Datenschutz

Daimler AG Mercedesstraße 120
70372 Stuttgart
Deutschland
Tel.: +49 711 17 0
E-Mail: dialog@daimler.com

Vertreten durch den Vorstand: Ola Källenius (Vorsitzender), Martin Daum, Renata Jungo Brüngger, Wilfried Porth, Markus Schäfer, Britta Seeger, Hubertus Troska, Harald Wilhelm

Vorsitzender des Aufsichtsrats: Bernd Pischetsrieder

Handelsregister beim Amtsgericht Stuttgart, Nr. HRB 19360
Umsatzsteueridentifikationsnummer: DE 81 25 26 315

Luftvolumenstromregelung

Luftvolumenstromregler regeln das Volumen der Zu- und Abluft in Lüftungsanlagen.

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Teillast

Teillast ist ein mittlerer Betriebszustand einer Maschine zwischen Volllast (100 Prozent der möglichen Leistung) und Nulllast (die Maschine ist ausgeschaltet).

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Turboverdichter

Ein Turboverdichter ist eine Maschine, mit der Luft zu Druckluft verdichtet werden kann. Druckluft wird in der industriellen Produktion zum Beispiel zum Antrieb von Maschinen verwendet. Im Gegensatz zu „normalen“ Verdichtern sind Turboverdichter nach dem Prinzip der Turbine aufgebaut und besitzen aerodynamische Eigenschaften. Sie arbeiten daher besonders energieeffizient.

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Grundlast

Die Grundlast ist in der Stromversorgung jener Teil der elektrischen Leistung, die mindestens erzeugt werden muss, um die Stabilität eines Stromnetzes sicherzustellen.

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Trocken- /Nassabscheidetechnologien

Als Lackabscheidung werden Technologien bezeichnet, mit denen überschüssige Lackpartikel, die beim Lackieren von Autos in die Luft entweichen, gebunden werden können. Bei der Nassabscheidung wird Wasser eingesetzt, um die Luft zu reinigen. Eine umweltfreundlichere Variante ist die Trockenabscheidung, bei der ein trockenes Bindemittel (zum Beispiel Steinmehl) genutzt und somit der Einsatz von Wasser und Chemikalien reduziert wird.

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Trocken- /Nassabscheidetechnologien

Als Lackabscheidung werden Technologien bezeichnet, mit denen überschüssige Lackpartikel, die beim Lackieren von Autos in die Luft entweichen, gebunden werden können. Bei der Nassabscheidung wird Wasser eingesetzt, um die Luft zu reinigen. Eine umweltfreundlichere Variante ist die Trockenabscheidung, bei der ein trockenes Bindemittel (zum Beispiel Steinmehl) genutzt und somit der Einsatz von Wasser und Chemikalien reduziert wird.

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