Gesellschaftliches Engagement

Wir engagieren uns für eine nachhaltige und zukunftsfähige Gesellschaft

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Mobilität hat die Menschen schon immer bewegt. Sie steht für Freiheit, Unabhängigkeit und wirtschaftlichen Aufschwung. Doch Mobilität bewegt nicht nur, sie verbindet auch Menschen und Kulturen auf der ganzen Welt — und trägt so zu einer offeneren Gesellschaft bei.

Als Unternehmen sind wir ein Teil der Gesellschaft. Um erfolgreich zu sein, sind wir auf ein Umfeld angewiesen, in dem die Menschen ihre Vorstellungen von einem guten Leben verwirklichen können. Insbesondere ein hohes Bildungsniveau sowie ökonomische und soziale Stabilität sind wesentliche Voraussetzungen dafür. Deshalb engagieren wir uns gemeinsam mit unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für eine nachhaltige und zukunftsfähige Gesellschaft.

Mit unserem gesellschaftlichen Engagement wollen wir einen erkennbaren Nutzen für das Gemeinwohl stiften — an all unseren Standorten rund um den Globus. Die Aktivitäten fassen wir unter unserem Corporate Citizenship Engagement „WE CARE WE DO WE MOVE“ zusammen, das gleichzeitig die nachhaltige Geschäftsstrategie unseres Hauses flankiert.

Wie wir unsere gesellschaftliche Verantwortung wahrnehmen

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Ein Großteil unseres weltweiten gesellschaftlichen Engagements besteht aus Spenden an gemeinnützige Institutionen, dem Sponsoring gesellschaftlicher Projekte und dem persönlichen Einsatz unserer Beschäftigten. Der Spenden- und Sponsoringausschuss des Vorstands steuert diese Aktivitäten. Zudem verantworten die „Daimler und Benz Stiftung“, die „Laureus Sport for Good Stiftung“ sowie der „Daimler-Fonds“ in Eigenregie weitere gesellschaftliche Aktivitäten.

Die Spenden und Sponsorings werden konzernweit gemäß den Kriterien und Standards unserer Spenden- und Sponsoringrichtlinie ausgewählt. Die Richtlinie wurde zuletzt im Juli 2019 aktualisiert. Sie gibt vor, dass alle vom Daimler-Konzern getätigten Spenden, Sponsorings und Marketing-Kooperationen mit dem jeweils geltenden nationalen und internationalen Recht übereinstimmen, ethische Vorgaben erfüllen und den Werten des Daimler-Konzerns entsprechen müssen. Der Vergabeprozess muss transparent gestaltet werden — unabhängig davon, ob es sich um Sach- oder Geldleistungen handelt. Weitere Konzernrichtlinien wie unsere Verhaltensrichtlinie sind ebenfalls zu beachten. Darüber hinaus orientieren wir uns bei der Umsetzung unserer Spenden und Sponsorings an den Prinzipien des UN Global Compact.

Transparenz schaffen wir, indem wir sämtliche Spenden und Sponsorings des Konzerns weltweit in einer zentralen Datenbank erfassen. Zudem informieren wir regelmäßig unsere Beschäftigten über die geltenden Richtlinien und sensibilisieren sie für mögliche Risiken im Bereich Spenden und Sponsoring.

Auf diese drei Säulen unseres gesellschaftlichen Engagements bauen wir

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WE CARE WE DO WE MOVE — unter diesem Dach bündeln wir unsere weltweiten Aktivitäten im Bereich Corporate Citizenship. WE CARE, weil wir mit unserer nachhaltigen Geschäftsstrategie Verantwortung übernehmen. WE DO, weil wir uns aktiv für das Gemeinwohl einsetzen. WE MOVE, weil wir Positives in der Welt bewegen können. An unseren weltweiten Standorten stellen wir uns aktuellen Aufgaben, die sich aus dem Bedarf der jeweiligen Gesellschaft ableiten.

Gemäß unserer nachhaltigen Geschäftsstrategie fördern wir im Rahmen unseres gesellschaftlichen Engagements vorzugsweise Projekte und Aktivitäten im Umfeld unseres Kerngeschäfts — hier können wir den größten Beitrag leisten. Darüber hinaus ermutigen wir unsere Beschäftigten, sich in soziale Projekte einzubringen, das gesellschaftliche Umfeld unserer Standorte mitzugestalten und weltweit Hilfsprojekte zu initiieren.

Unser Engagement ruht auf den drei Säulen: „Mit unseren Mitarbeitern“, „Für unsere Standorte“ und „Rund um den Globus“.

Säule eins: Mit unseren Mitarbeitern

Ein Beispiel für das Engagement unserer Belegschaft ist die Initiative „ProCent“. Dabei können unsere Beschäftigten die Cent-Beträge ihres Monatsgehalts spenden. Daimler verdoppelt diese Beträge und lässt sie in einen Förderfonds für gemeinnützige Projekte fließen. Seit dem Start der Initiative 2011 haben wir rund 1.500 Projekte gefördert. Mehr als zehn Millionen Euro wurden seitdem für die Initiative freigegeben. Über eine zentrale Plattform können unsere Beschäftigten Projekte vorschlagen, die Gelder aus diesem Fonds erhalten sollen.

Dazu zählte 2020 unter anderem das Projekt „Was-essen-bei-Krebs“ — ein Gemeinschaftsprojekt des gemeinnützigen Vereins Eat What You Need e. V. — Allianz für bedarfsgerechte Ernährung bei Krebs und des Comprehensive Cancer Centers am Klinikum der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität. „Was-essen-bei-Krebs“ ist eine Ernährungsplattform, die Fragen von Krebspatienten zum Thema Ernährung wissenschaftlich fundiert beantwortet und bei Alltagsproblemen unterstützt.

35 | ProCent Förderschwerpunkte bis 2020

ProCent Förderschwerpunkte bis 2020 (Grafik)

Über unsere „Social Days“, den „Day of Caring“ und Mitmachaktionen wie „Schenk ein Lächeln“ ermuntern wir zudem unsere Beschäftigten, selbst bei sozialen Projekten mit anzupacken. Im Berichtsjahr konnten wir diese Aktivitäten aufgrund der COVID-19-Pandemie nur in einem geringen Umfang durchführen.

Seit über zehn Jahren gibt es bei Daimler die Weihnachtsaktion „Schenk ein Lächeln“, bei der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Kindern und Jugendlichen aus sozial benachteiligten Familien Weihnachtswünsche erfüllen. Auch im Jahr 2020 konnten wir die Aktion unter den veränderten Bedingungen und Einhaltung von Sicherheits- und Hygienemaßnahmen durchführen. Unsere Beschäftigten haben an 17 Standorten in Deutschland rund 6.400 Päckchen für Kinder und Jugendliche aus sozial benachteiligten Familien der jeweils teilnehmenden Regionen gepackt. An den Standorten des Großraums Stuttgart wurde die Aktion digital durchgeführt: Erstmals konnte die Belegschaft durch Spenden an neun verschiedene Hilfsorganisationen der Region dazu beitragen, dass Weihnachtswünsche von Kindern und Jugendlichen der jeweiligen Einrichtung in Erfüllung gehen. Insgesamt kam eine Spendensumme in Höhe von über 90.000 Euro zusammen.

Säule zwei: Für unsere Standorte

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An unseren weltweiten Standorten unterstützen wir die gesellschaftliche Entwicklung durch eine Vielzahl unterschiedlicher Projekte. Mit Blick auf die gravierenden Auswirkungen der COVID-19-Pandemie lag der Fokus unserer Standortmaßnahmen im Berichtsjahr auf entsprechenden Hilfsleistungen.

Wir hatten dazu eine eigene Taskforce eingerichtet, die im ständigen Austausch mit dem Konzernkrisenstab stand. Sie hat es uns ermöglicht, schnelle und unbürokratische Hilfe in den Bereichen Mobilität, Schutzausrüstung und medizinische Unterstützung zu leisten — sowohl national als auch international. Darüber hinaus haben wir unsere Social-Media-Kanäle zur Verfügung gestellt, um für das Thema zu sensibilisieren.

Durch Mobilität in der Krise unterstützen. Gemeinnützige Organisationen, medizinische Einrichtungen und Gesundheitsbehörden erhalten von uns Fahrzeuge — zum Beispiel für den Patiententransport, für die Versorgung von Menschen in Quarantäne oder zum Transport von Hilfsmitteln und Schutzmaterialien. Beispielsweise hat die Konzerntochter EvoBus dem DRK-Rettungsdienst Heidenheim-Ulm gGmbH einen umgebauten Bus für den Transport von Intensivpatienten überlassen.

Schutzausrüstung zur Verfügung stellen. Weltweit werden Schutzausrüstungen — zum Beispiel Atemmasken, Schutzanzüge und Gesichtsmasken — in medizinischen und sozialen Einrichtungen benötigt. Wir haben Schutzausrüstung insbesondere an staatliche Einrichtungen wie beispielsweise Gesundheitsbehörden gespendet, die die Ausrüstung an Krankenhäuser, Arztpraxen und andere Einrichtungen weiterverteilt haben. Dazu zählen Einweg-Atemmasken, Schutzanzüge und Gesichtsmasken, die zum Teil von der Daimler AG selbst produziert worden sind (mittels Spritzguss sowie 3-D-Druck). Diese Produkte entsprechen teils den Anforderungen medizinischer Zertifizierungssysteme.

Medizinische Unterstützung leisten. Um direkte medizinische Unterstützung zu leisten, haben Notfallsanitäter vom Werksärztlichen Dienst bei Daimler ehrenamtlich im Rettungsdienst Stuttgart mitgewirkt.

Als weitere Maßnahme hat unser Formel-1-Team Mercedes AMG Petronas zusammen mit dem University College London Beatmungsgeräte entwickelt und produziert. Informationen zum Design der Atemhilfe sowie zu spezifischen Materialien, Werkzeugen und zur Ausrüstung, die bei der Herstellung der Prototypen verwendet wurden, sind für andere Unternehmen und Forschungseinrichtungen kostenlos im Internet abrufbar.

Auch in Indien waren wir aktiv: Mit Geld- und Sachspenden hat Mercedes-Benz India die Regierung dabei unterstützt, kurzfristig Räume für bis zu 1.500 Patienten bereitzustellen und Krankenstationen auszustatten. Das provisorische Krankenhaus in Chakan (Khed) im Bezirk Pune wurde unter anderem mit dieser Hilfe in kürzester Zeit fertiggestellt.

Kommunikation nutzen, Informationen teilen. Die Reichweite unserer Social-Media-Kanäle haben wir genutzt, um nach dem Motto „Spread the word, not the virus“ gezielt wissenschaftlich fundierte Informationen über die COVID-19-Pandemie von Gesundheitsbehörden zu verbreiten.

Kinder und Jugendliche für MINT-Themen begeistern. Für Daimler als Pionier des Automobilbaus ist es wichtig, Kinder und Jugendliche frühzeitig für Technik, Technologie und Naturwissenschaft zu begeistern.

Mehr Neugier — mehr Zukunft: Für dieses Motto steht seit über zehn Jahren die schulische MINT-Bildungsinitiative „Genius – Die junge WissensCommunity von Daimler“. Die Abkürzung MINT umfasst die Fachbereiche Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Die Initiative möchte Kinder und Jugendliche im Rahmen von Workshops frühzeitig für Technik- und Technologie-Themen begeistern. Zudem stellt sie Lehrkräften Unterrichtsmaterial zur Verfügung und veranstaltet digitale Lehrerfortbildungen, bei denen Themen rund um die Mobilität der Zukunft aufgegriffen werden.

2020 hat Genius beispielsweise Lehrkräften, Kindern und Eltern im Rahmen der COVID-19-Pandemie digitale Unterrichtsmaterialien und interessante Reportagen über einen YouTube-Kanal angeboten. Zudem wurden ausgewählte Experimente aus der „Genius Box – der Ideenkasten für die Grundschule“ bereitgestellt. So konnten Kinder und Jugendliche praxisnah ihr Wissen erweitern und ihre MINT-Begeisterung neu wecken.

Säule drei: Rund um den Globus

Unser gesellschaftliches Engagement endet nicht an Ländergrenzen: Die Daimler AG initiiert weltweit Hilfsprojekte und unterstützt Menschen dabei, ihr Leben ohne materielle Not, selbstbestimmt und eigenverantwortlich zu gestalten. So wollen wir einen Beitrag dazu leisten, die Zukunftsperspektiven nachfolgender Generationen zu verbessern.

Wir übernehmen weltweit Verantwortung zur Vermeidung von Kinderarbeit. Neben dem bereits bestehenden Projekt „Bon Pasteur“ zur Bekämpfung der Kinderarbeit in kongolesischen Kobaltminen haben wir uns 2020 mit der NGO Terre des Hommes Niederlande zusammengeschlossen. Gemeinsam wollen wir Kinderarbeit im Umfeld von Glimmer-Minen in Jharkhand (Indien) verhindern.

Glimmer ist Hauptrohstoff für Pigmente, die in unseren Fahrzeuglacken eingesetzt werden und darin unter anderem für den schimmernden Effekt sorgen. Wir beziehen Glimmer hauptsächlich aus dem Bundesstaat Jharkhand in Indien. Er zählt zu den ärmsten Regionen Indiens. Die Alphabetisierungsquote und die Anzahl der Kinder, die eine Schule besuchen, liegen hier weit unter dem Landesdurchschnitt. Kinderarbeit ist dort auch heute noch weitverbreitet.

Um dagegen anzukämpfen, arbeiten Daimler und Terre des Hommes Niederlande auch mit den drei regionalen Hilfsorganisationen Bhartiya Kishan Sangh, Jaago Foundation sowie Rashtriya Jharkhand Seva Sansthan zusammen. Dabei setzen wir auf vielfältige Maßnahmen: So machen wir unter anderem mit Aufklärungskampagnen auf die Rechte von Kindern aufmerksam; wir zeigen Familien alternative Einkommensmöglichkeiten auf und schulen sie beispielsweise im Bereich Landwirtschaft; wir ermöglichen Kindern den Schulbesuch und verbessern die Lernbedingungen, zum Beispiel, indem wir ihnen den Zugang zu Bibliotheken ermöglichen. Außerdem stärken wir lokale Institutionen und arbeiten mit Medien zusammen, um das Thema Kinderarbeit auf die politische Ebene zu heben. Das Projekt soll zunächst bis 2022 laufen.

Mangroven wiederaufforsten — für Mensch und Umwelt. Mangrovenwälder gehören zu den widerstandsfähigsten Ökosystemen der Welt: Sie spielen als Schutzwälle gegen Überflutungen für den Küstenschutz eine wichtige Rolle. Gleichzeitig dienen diese Wälder als Kohlenstoffspeicher und erfüllen damit eine wichtige Funktion in der Stabilisierung des Weltklimas. Außerdem tragen sie zum Erhalt der biologischen Vielfalt sowie zur Ernährungs- und Einkommenssicherheit in Ländern des globalen Südens bei.

Doch viele Mangrovenwälder wurden in den vergangenen Jahren übernutzt und zerstört. Daher unterstützen wir ein Projekt des Global Nature Fund zum Schutz und zur Wiederherstellung der Mangrovenwälder in Südasien (Indien, Bangladesch, Sri Lanka und Malediven).

Ziel des Projekts ist es, die Wälder wiederherzustellen und dadurch einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten sowie alternative Einkommensmöglichkeiten für die Bevölkerung vor Ort zu schaffen — zum Beispiel im Ökotourismus oder Garnelen-Handel. Dafür werden die Mangroven in Baumschulen aufgezogen, in nachhaltige Aquakultursysteme integriert und wieder aufgeforstet. Zudem werden Schulungen in den Bereichen Umweltschutz, Landwirtschaft, Fischerei und Gemüseanbau durchgeführt.

Kinder für Verkehrssicherheit sensibilisieren. Für mehr Sicherheit von Kindern im Straßenverkehr engagieren wir uns im Rahmen unserer internationalen Initiative „MobileKids“. Das Projekt richtet sich nicht nur an die jüngsten Verkehrsteilnehmer, sondern auch an Erwachsene und pädagogische Einrichtungen. Mit umfangreichen Informationen und Lernmaterial tragen wir dazu bei, dass Kinder sich im Straßenverkehr sicher bewegen können.

Weltweit fördern durch Stiftungen

Mit unseren Stiftungen fördern wir auf der ganzen Welt Projekte in den Bereichen Wissenschaft, Forschung, Technik sowie Bildung, Erziehung und Sport.

Laureus Sport for Good Stiftung: Kinder und Jugendliche sportlich motivieren

Seit mehr als 20 Jahren helfen wir durch die Stiftung Laureus Sport for Good Kindern und Jugendlichen dabei, Gewalt, Diskriminierung und Benachteiligung zu überwinden, und ermutigen sie, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen, sich Ziele zu setzen und diese zu erreichen. Dabei setzen wir auf die Kraft des Sports, Menschen zu verbinden und zu motivieren. Denn Sport mobilisiert Massen und leistet einen großen Beitrag für die Gemeinschaft. Unterschiede in Religion, Hautfarbe, Geschlecht oder Herkunft treten dabei in den Hintergrund.

Seit der Gründung im Jahr 2000 hat Laureus über sechs Millionen Kindern und Jugendlichen helfen können. Mittlerweile gibt es 234 Laureus-Projekte in mehr als 40 Ländern.

Eines der von Laureus geförderten Projekte ist „Yuwa“ in Indien. Es zielt darauf ab, Mädchen und jungen Frauen Bildung, Selbstbewusstsein und Führungsfähigkeiten zu vermitteln und sie so vor Gewalt zu schützen. Bei Yuwa spielen die Teilnehmerinnen täglich Fußball und nehmen regelmäßig an Mannschaftswettbewerben teil. Viele ältere Mädchen arbeiten zudem als Coaches bei Yuwa und verdienen damit eigenes Geld, was ihre Unabhängigkeit fördert. Darüber hinaus bietet Yuwa eine vollständige, englischsprachige Schulausbildung für Mädchen an. So unterstützt das Projekt die jungen Frauen dabei, der allgegenwärtigen Armut und Gewalt in der Region zu entkommen und ihre Zukunft selbstständig zu gestalten.

Daimler und Benz Stiftung: Junge Wissenschaftler fördern

Die Daimler und Benz Stiftung fördert den fachübergreifenden wissenschaftlichen Dialog und interdisziplinäre Forschungsvorhaben. Sie unterstützt in ihrem Stipendienprogramm herausragende junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sämtlicher Disziplinen. Insgesamt förderte sie im Berichtszeitraum 24 Postdoktoranden und Juniorprofessoren mit Leitungserfahrung und vergab zwölf neue Stipendien. In verschiedenen Förderformaten untersucht die Stiftung zukunftsrelevante Forschungsfragen und trägt durch mehrere Vortragsreihen dazu bei, die Sichtbarkeit und Akzeptanz von Wissenschaft in der Öffentlichkeit zu stärken.

Daimler-Fonds: Wissenschaftliche Forschung vorantreiben

Uns ist es wichtig, wissenschaftliche Forschung unabhängig von ökonomischen Interessen zu fördern. Deshalb wurde der Daimler-Fonds gegründet als nicht rechtsfähige Stiftung im Stifterverband, einer Gemeinschaftsinitiative von Unternehmen und Stiftungen, die ganzheitlich in den Bereichen Bildung, Wissenschaft und Innovation berät, vernetzt und fördert. Der Daimler-Fonds konzentriert sich auf die drei Förderfelder „Strukturprobleme in Forschung und Lehre“, „Ingenieurwissenschaften“ sowie „Internationale und wissenschaftliche Zusammenarbeit“. Seit 1993 wurden über den Daimler-Fonds 27 Stiftungs- beziehungsweise Juniorprofessuren im In- und Ausland geschaffen.

36 | Geförderte Wissenschaftsbereiche – Anzahl der Stiftungs- bzw. Stiftungsjuniorprofessuren seit 1993

Geförderte Wissenschaftsbereiche – Anzahl der Stiftungs- bzw. Stiftungsjuniorprofessuren seit 1993 (Grafik)

So bewerten wir die Wirksamkeit unseres Managementansatzes

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Im Berichtsjahr haben wir rund 54 Millionen Euro an gemeinnützige Institutionen gespendet sowie in Sponsorings für gesellschaftliche Projekte investiert. In diese Summe nicht eingerechnet sind eigene Stiftungsaktivitäten und von uns selbst initiierte Projekte. Die Summe der Spenden und Sponsorings verteilt sich wie folgt auf die Bereiche:

  • Soziales und Gemeinwesen: 80 Prozent
  • Kunst und Kultur: 3 Prozent
  • Bildung: 12 Prozent
  • Wissenschaft/Technologie/Umwelt: 5 Prozent
  • Politischer Dialog: 0 Prozent

Insgesamt haben wir weltweit rund 1.500 Projekte unterstützt.

37 | Spenden und Sponsoring im Jahr 2020

Spenden und Sponsoring im Jahr 2020 (Grafik)

Die Wirksamkeit unseres gesellschaftlichen Engagements überprüfen wir auf unterschiedliche Weise: So begleiten wir beispielsweise die Projekte und treten regelmäßig in den Dialog mit Partnern und Betroffenen. Anhand von Berichten zum Projektstand, Geschäftsberichten und vereinbarten Kennzahlen machen wir uns ein Bild zum Projektverlauf. Im Einzelfall überprüfen und bewerten wir die Projektergebnisse und die Wirksamkeit der Fördertätigkeiten vor Ort.

38 | Engagement mit Wirkung – unsere Projekte weltweit

Engagement mit Wirkung – unsere Projekte weltweit (Grafik)

Anbieter/Datenschutz

Daimler AG Mercedesstraße 120
70372 Stuttgart
Deutschland
Tel.: +49 711 17 0
E-Mail: dialog@daimler.com

Vertreten durch den Vorstand: Ola Källenius (Vorsitzender), Martin Daum, Renata Jungo Brüngger, Wilfried Porth, Markus Schäfer, Britta Seeger, Hubertus Troska, Harald Wilhelm

Vorsitzender des Aufsichtsrats: Bernd Pischetsrieder

Handelsregister beim Amtsgericht Stuttgart, Nr. HRB 19360
Umsatzsteueridentifikationsnummer: DE 81 25 26 315