Glossar

4

48-Volt-Systeme/-Bordnetz

Als Bordnetz wird die Gesamtheit aller elektrischen Komponenten in Fahrzeugen bezeichnet. Ein 48-Volt-Netz ist deutlich leistungsfähiger, weil es mit der Betriebsspannung von 48 anstelle der üblichen zwölf Volt arbeitet. Es ist daher für Elektroantriebe mit hoher Stromaufnahme besser geeignet.
A

Abfallhierarchie

Eine Abfallhierarchie definiert verschiedene Herangehensweisen für den Umgang mit Abfällen und priorisiert diese. Den höchsten Stellenwert haben Maßnahmen, die besonders umweltverträglich sind. Das Kreislaufwirtschaftsgesetz beschreibt hierfür die folgenden fünf Hierarchiestufen:

  1. Vermeidung
  2. Vorbereitung zur Wiederverwendung
  3. Recycling
  4. Sonstige Verwertung, insbesondere energetische Verwertung und Verfüllung
  5. Beseitigung

Aktive und passive Sicherheit von Fahrzeugen

Aktive Sicherheitssysteme, oder auch Fahrerassistenzsysteme, tragen dazu bei, Unfälle von vornherein zu verhindern. Die aktive Sicherheit unterstützt bei der Unfallvermeidung. Passive Sicherheitssysteme greifen hingegen bei einer Kollision schützend ein, um die Unfallfolgen abzumildern.

Automated Lane Keeping System (ALKS)

Ein Automated Lane Keeping System (ALKS) ist eine Technologie, die dazu dient, die seitliche und die Längsbewegung des Fahrzeugs über einen längeren Zeitraum selbstständig zu steuern. Während dieser Zeit übernimmt das ALKS die primäre Kontrolle über das Fahrzeug anstelle des Fahrers.
B

Blitzlicht Integrität

Das Blitzlicht Integrität ist eine konzernweite Mitarbeiterbefragung zur Evaluierung der Integritätskultur bei Daimler. Befragt werden alle Beschäftigten mit geschäftlicher E-Mail-Adresse.

Bordlader

Bordlader sind fest in einem elektronisch angetriebenen Fahrzeug verbaute Ladegeräte zum Aufladen der Batterie.
C

Car-to-X-Kommunikation

Die Car-to-X-Kommunikation basiert auf Technologien, mit denen Fahrzeuge in Echtzeit Informationen untereinander sowie mit anderen an der Verkehrsinfrastruktur beteiligten Systemen austauschen (etwa über WLAN oder Mobilfunk).

Clean Development Mechanism (CDM)

Der Clean Development Mechanism (Mechanismus für umweltverträgliche Entwicklung) wurde im Rahmen des Kyoto-Protokolls eingeführt, um Industrieländern das Erreichen ihrer Ziele zur Reduktion von Treibhausgasemissionen zu erleichtern und gleichzeitig den Technologietransfer in Entwicklungsländern zu fördern: In seinem Rahmen können in Entwicklungsländern Maßnahmen zur Emissionsminderung umgesetzt und die damit erreichten Einsparungen zertifiziert werden. Die entsprechenden Zertifikate (Emissionsreduktionseinheiten, englisch Certified Emission Reductions oder abgekürzt CER) können auf die Reduktionsziele in Industrieländern angerechnet werden.

CO2-Flottencompliance

Neben Grenzwerten, die einzelne Fahrzeugmodelle für ihre Typzulassung nicht überschreiten dürfen (zum Beispiel Schadstoffemissionen), macht die EU auch Vorgaben zur „CO2-Flottencompliance“. Dafür wird in Abhängigkeit vom Durchschnittsgewicht der Flotte eines Herstellers ein CO2-Emissionsgrenzwert definiert, den der Hersteller mit seiner Neuwagenflotte nicht überschreiten darf.

Code of Conduct

Als Code of Conduct wird der Verhaltenskodex eines Unternehmens bezeichnet. Er soll den Beschäftigten Orientierung bieten und beinhaltet Leitlinien für ein verantwortungsvolles, ethisch korrektes und integres Verhalten. Meistens gelten diese auch für Dritte wie Geschäftspartner und Lieferanten.

Corporate Average Fuel Economy Standards (CAFE)

Corporate Average Fuel Economy (CAFE) bezeichnet eine gesetzlich geregelte Begrenzung des durchschnittlichen Kraftstoffverbrauchs einer Fahrzeugflotte in den USA. Autohersteller müssen die CAFE-Standards für ihre Pkw- und leichten Nutzfahrzeug-Flotten erreichen, um diese in den USA verkaufen zu können. Die Grenzwerte werden jährlich neu berechnet.

Cowl-Chassis

Ein Cowl-Chassis ist ein Lkw-Fahrgestell mit vorderen Kotflügeln und Motorhaube sowie der Instrumententafel. Es wird für Kunden eingesetzt, die einen eigenen Aufbau und ein eigenes Fahrerhaus wünschen.
D

Dekarbonisierung

Unter Dekarbonisierung versteht man die Umstellung auf eine kohlenstofffreie Wirtschaftsweise.

Due Diligence

Im Allgemeinen handelt es sich bei Due-Diligence-Verfahren um eine sorgfältige Prüfung, Analyse und Bewertung eines Unternehmens. Eine Menschenrechts-Due-Diligence umfasst Maßnahmen, die ein Unternehmen ergreift, um Risiken in Bezug auf Menschenrechte im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit, seiner Lieferkette und der von ihm in Anspruch genommenen Leistungen zu erkennen und verantwortungsvoll zu managen.
E

E-Fuels

Bei E-Fuels handelt es sich um synthetische Kraftstoffe, die mithilfe von Strom aus Wasser und Kohlendioxid (CO2) hergestellt werden.

Eigensicherheit

Die Eigensicherheit ist eine technische Eigenschaft eines Gerätes oder Systems. Spezielle Konstruktionen stellen sicher, dass es auch im Falle einer Betriebsstörung nicht zu einer gefährlichen Situation kommt.

ESG-Kriterien

Die Abkürzung ESG steht für die englischen Begriffe Environment, Social und Governance. Im Kontext der nachhaltigen Finanzwirtschaft wird das Kürzel genutzt, wenn es bei Investitionsentscheidungen um die Berücksichtigung von Gesichtspunkten aus den Bereichen Umwelt (Environment), Soziales (Social) und verantwortungsvolle Unternehmensführung (Governance), kurz: um ESG-Kriterien, geht.

Ethics by Design

Unter dem Prinzip „Ethics by Design“ versteht man die Berücksichtigung von ethischen Fragen bei der Entwicklung von Produkten, in denen beispielsweise künstliche Intelligenz zum Einsatz kommt.

EU-Taxonomie

Die EU-Taxonomie (auch Sustainable Finance Taxonomy) ist ein Klassifizierungssystem, das von der Europäischen Kommission erarbeitet wurde und erstmals ein einheitliches Verständnis der Nachhaltigkeit von wirtschaftlichen Tätigkeiten in der EU schaffen soll. Ziel ist es, EU-weit Wirtschaftsaktivitäten nach ihrer Nachhaltigkeit zu beurteilen, um entsprechende Finanzentscheidungen zu erleichtern.

Euro-Norm 6d-TEMP

Die Euro-Norm 6d-TEMP ist eine im September 2018 eingeführte temporäre Abgasnorm, die für neue Fahrzeugmodelle gilt und Grenzwerte für den Ausstoß von Luftschadstoffen festlegt. Zusammen mit der neuen Norm wurde auch das RDE-Verfahren eingeführt. Die darüber hinaus gehende, strengere Abgasnorm Euro 6d wird 2021 in Kraft treten.

Europäischer Emissionshandel (EU-EHS)

Der EU-Emissionshandel ist ein Klimaschutzinstrument mit dem Ziel, Treibhausgasemissionen zu senken. Eine staatlich festgelegte Obergrenze gibt dafür an, wie viele Tonnen CO2 insgesamt ausgestoßen werden dürfen. Für jede Tonne CO2 braucht ein Unternehmen eine Emissionsberechtigung. Die Emissionsberechtigungen können auf dem Markt frei gehandelt werden. Allerdings ist ihre Zahl limitiert. Hierdurch bildet sich ein Preis für den CO2-Ausstoß, der bei Unternehmen Anreize setzen soll, ihre Emissionen zu reduzieren.
F

Feuerungswärmeleistung

Die Feuerungswärmeleistung steht für die Wärmeenergie, die einer Feuerungsanlage im Dauerbetrieb durch Verfeuern eines Brennstoffs zugeführt werden kann. Nach Abzug der Energieverluste ergibt sich die Wärmeleistung der jeweiligen Heizungsanlage.

Führungsebenen

Die Führungsebenen 1 bis 5 dienen der Einteilung der Führungskräfte in die Organisationshierarchie bei Daimler. Die Ebene 5 ist dabei die unterste und die Ebene 1 die oberste Stufe. Darüber steht nur noch die Ebene des Vorstands.

Füller

Bei der Autolackierung dient der Füller dazu, Unebenheiten in der Oberfläche der Karosserie auszugleichen und eine Grundierung für weitere Lackschichten zu bilden.
G

Gold Standard

Der Gold Standard ist der höchste Qualitätsstandard bei CO2-Kompensationsprojekten. Projekte nach dem Gold Standard tragen neben der Vermeidung von CO2 auch zur nachhaltigen ökologischen und sozialen Entwicklung im Projektumfeld bei. Der Gold Standard wurde unter der Federführung des WWF und unter Mitwirkung des Bundesumweltministeriums entwickelt.

Green Bonds

Green Bonds („Grüne Anleihen“) sind festverzinsliche Wertpapiere, die zur Kapitalbeschaffung für nachhaltige Projekte dienen. Dies können zum Beispiel Projekte im Bereich erneuerbare Energien oder nachhaltige Mobilitätslösungen sein.

Greenhouse Gas Protocol (GHG)

Das Greenhouse Gas Protocol (kurz: GHG Protocol) ist die aktuell am weitesten verbreitete Standardreihe zur Bilanzierung von Treibhausgasemissionen.

Grünes Laden

Unter grünem Laden versteht man das Laden von Elektrofahrzeugen mit Öko-Strom.

Grundlast

Die Grundlast ist in der Stromversorgung jener Teil der elektrischen Leistung, die mindestens erzeugt werden muss, um die Stabilität eines Stromnetzes sicherzustellen.
H

HVO-Diesel

HVO-Diesel (aus dem Englischen: hydrogenated vegetable oils) ist ein Biokraftstoff, der durch Hydrieren (Hinzufügen von Wasserstoffatomen) unter anderem aus Produktionsabfällen und Pflanzenölen hergestellt wird.
I

Integritäts- und Compliance Pulse Check

Bei dem Integritäts- und Compliance Pulse Check handelt es sich um eine konzernweite repräsentative Stichprobenbefragung zur Evaluierung unserer Integritätskultur. Die Stichprobe umfasste zuletzt circa 25.000 Beschäftigte mit geschäftlicher E-Mail-Adresse.
K

Konzeptsicherheit

Mit Konzeptsicherheit ist in diesem Kontext gemeint, dass die Integration von Hochvoltkomponenten von Anfang an sehr günstig gewählt ist, um ein hohes Sicherheitsniveau zu erzielen.

Künstliche Intelligenz (KI)

Unter künstlicher Intelligenz (KI) versteht man Computersysteme, die Merkmale menschlicher Intelligenz aufweisen. KI-Systeme können beispielsweise eigenständig lernen, schlussfolgern oder sich selbst verbessern.
L

Lastfall

Als Lastfall wird die Konfiguration bezeichnet, in der ein Crashtest durchgeführt wird. Dazu zählt beispielsweise die Anzahl, Art und Positionierung der an Bord befindlichen Crashtest-Dummys, die Aufprallkonfiguration mit Parametern wie Aufprallart, Geschwindigkeit, Winkel.

Lastspitzen

Lastspitzen treten zum Beispiel in Stromnetzen auf, wenn kurzfristig eine deutlich erhöhte Energienachfrage besteht. Um sie zu decken und eine unterbrechungsfreie Versorgung sicherzustellen, muss kurzfristig mehr Strom ins Netz eingespeist werden. Dies kann zum Beispiel durch Batteriespeicher oder Pumpspeicherkraftwerke geschehen.

Lidar-Technologie

Lidar (Light Detection and Ranging) ist eine Methode zur optischen Messung von Abständen. Lidar-Sensoren erkennen Objekte, indem sie per Laser durch hunderttausende Abstandsmessungen pro Sekunde ein 3-D-Bild der Fahrzeugumgebung erzeugen.

Linearbeschleuniger

Linearbeschleuniger können hochenergetische Elektronen- und Röntgenstrahlen erzeugen, indem sie geladene Elementarteilchen in einem starken linearen Magnetfeld beschleunigen. Sie werden etwa in der Medizin zur Strahlentherapie angewandt, finden aber auch in der Industrie Anwendung, beispielsweise um dickwandige Bauteile zu durchleuchten.

Live Traffic Information

Mit Live Traffic Information-Systemen werden einem Fahrzeug Verkehrsdaten in Echtzeit bereitgestellt.

Luftvolumenstromregelung

Luftvolumenstromregler regeln das Volumen der Zu- und Abluft in Lüftungsanlagen.
M

Machine Learning

Computerprogramme, die auf Machine Learning basieren, können mithilfe von Algorithmen eigenständig Lösungen für Probleme finden. Machine Learning ist Bestandteil künstlicher Intelligenz.
N

NEFZ

Der Neue Europäische Fahrzyklus (NEFZ) ist ein gesetzlich vorgeschriebenes Prüfverfahren zur Messung von Kraftstoffverbrauch und Emissionen von Fahrzeugen. Das Verfahren ist zum 1. September 2017 durch das Testverfahren WLTP ersetzt worden.

Notice of Violation

Eine „Notice of Violation“ (deutsch: Mitteilung eines Verstoßes) ist eine schriftliche Benachrichtigung einer staatlichen Stelle über einen Rechtsverstoß.
O

OECD

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (Organisation for Economic Co-operation and Development – OECD) mit Sitz in Paris ist eine internationale Organisation mit 37 Mitgliedsstaaten, die sich Demokratie und Marktwirtschaft verpflichtet fühlen.

On-Board-Diagnose

Bei der On-Board-Diagnose wird unter anderem das Abgasverhalten von Fahrzeugen während der Fahrt kontrolliert. Ein im Fahrzeug integriertes Diagnose-System überwacht dabei sämtliche abgasrelevanten Bauteile und speichert aufgetretene Fehler.
P

Partnerschutz

Unter Partnerschutz versteht man bei einem Verkehrsunfall mit zwei Fahrzeugen den Schutz der Passagiere des jeweils anderen beteiligten Fahrzeugs.

Plug-in-Hybride (PHEV)

Ein Plug-in-Hybrid (Plug-in Hybrid Electric Vehicle – PHEV) ist ein Auto mit Hybridantrieb, dessen Akku sowohl über einen Verbrennungsmotor als auch am Stromnetz geladen werden kann.

Privacy by Design

Übersetzt heißt Privacy by Design „Datenschutz durch Technikgestaltung“. Der Grundgedanke des Ansatzes: Personenbezogene Daten lassen sich am besten schützen, wenn Soft- und Hardware von Grund auf datenschutzkonform konzipiert und entwickelt werden.
R

RDE-Prüfverfahren (Real Driving Emissions)

Beim RDE-Prüfverfahren handelt es sich um ein Messverfahren, mit dem das tatsächliche Emissionsverhalten von Fahrzeugen im Straßenverkehr unter realen Bedingungen getestet wird.

Rechteinhaber

Als Rechteinhaber beschreibt man in der Rechtswissenschaft Personen und andere Rechtsträger (Organisationen oder Lebewesen), die über bestimmte, von der Rechtsordnung anerkannte Rechte verfügen.

Redundante Sicherheitssysteme

In redundanten Sicherheitssystemen sind sicherheitsrelevante Funktionen in mehrfacher Ausführung vorhanden. Fällt beispielsweise das primäre Bremssystem aus, übernimmt ein zweites System die Bremsfunktion.

Rekuperation/Rekuperationsgrade

Als Rekuperation bezeichnet man die Rückgewinnung von elektrischer Energie etwa beim Bremsvorgang, die ansonsten in Form von Reibungswärme verloren ginge. Der Rekuperationsgrad gibt das Verhältnis zwischen zurückgewonnener und eingesetzter Energie in Prozent an.

Renewable Energy Directive

Die Renewable Energy Directive (Erneuerbare-Energien-Richtlinie) wurde 2009 mit dem Ziel der Förderung von Energie aus erneuerbaren Quellen in der EU erlassen. Mit der zuletzt 2018 überarbeiteten Richtlinie wurde das Ziel gesetzt, den Anteil erneuerbarer Energien am europäischen Strommix bis zum Jahr 2030 auf mindestens 32 Prozent zu erhöhen.

Restenergie

In Leitungen abgeschalteter Maschinen kann sich Restenergie befinden. Sie kann zu einer Gefahr werden, wenn sich etwa elektrische oder mechanische Restenergie in plötzlichen Bewegungen einer Maschine äußert.

Rettungstrennstelle

Eine Rettungstrennstelle ist eine Sicherheitsvorkehrung in Elektrofahrzeugen, die das Hochvoltsystem deaktiviert und spannungsfrei schaltet.

Ride-Hailing

Unter dem Begriff Ride-Hailing versteht man eine Mobilitätsform, bei der Fahrer und Fahrzeug via App für eine Beförderungsleistung angefordert werden. Dabei werden die Fahrten — anders als beim Ride-Sharing in der Regel nicht mit anderen Fahrgästen geteilt.

Rollenprüfstand

Ein Rollenprüfstand ist ein Instrument, mit dem verschiedene Leistungen eines Fahrzeugs getestet werden können. Dafür wird dieses mit den Rädern auf einer Rolle fixiert, sodass Beschleunigungseffekte simuliert werden können. So lassen sich beispielsweise dessen Antriebs- und Bremsleistung oder Emissionen messen.

Rückhaltesysteme

Rückhaltesysteme sind Sicherheitssysteme in Fahrzeugen, die dazu dienen, die Insassen auf den Sitzen zu fixieren (zum Beispiel Sitzgurte).
S

SAE-Level/Automatisiertes und autonomes Fahren

Automatisierte Fahrzeuge unterstützen den Fahrer bei Aufgaben, die er in der Vergangenheit selbst übernommen hat. Hierbei werden fünf Stufen unterschieden: assistiert (SAE-Level 1), teilautomatisiert (SAE-Level 2), hochautomatisiert (SAE-Level 3), vollautomatisiert (SAE-Level 4) und fahrerlos (SAE-Level 5). Der Grad der Automatisierung nimmt mit jeder Stufe zu, die Kontrolle durch den Fahrer nimmt dementsprechend ab. Wir orientieren uns im Deutschen dabei grundsätzlich an den Bezeichnungen des VDA.

Schadcode

Als Schadcode oder Schadsoftware bezeichnet man Computerprogramme, die entwickelt wurden, um schädliche Funktionen auszuführen, etwa Passwörter oder andere sensible Daten auszuspähen.

Schlittenversuche

Schlittenversuche sind Crashtests, bei denen das Auto nicht gegen eine Wand oder einen Gegenstand gefahren wird. Stattdessen wird die Rohkarosserie mit den zu prüfenden Komponenten auf einen Schlitten montiert, der dann ruckartig abgebremst wird — es gibt also keinen echten Aufprall.

Science Based Targets Initiative

Die „Science Based Targets Initiative“ (SBTI) ist eine gemeinsame Initiative des CDP, des UN Global Compact, des World Resources Institute und des World Wildlife Fund (WWF). Ihr Ziel ist es, Unternehmen dazu zu bewegen, Ziele für die Reduzierung von Treibhausgasemissionen festzulegen, die mit der von der Wissenschaft geforderten Dekarbonisierung vereinbar sind, um die Erwärmung auf weniger als 1,5 Grad Celsius/2 Grad Celsius im Vergleich zu vorindustriellen Temperaturen zu begrenzen.

SORT-Zyklen

SORT-Zyklen ist die Bezeichnung eines standardisierten Tests für Stadtbusse, der vom Internationalen Verband für öffentliches Verkehrswesen (UITP) initiiert wurde. Ziel ist es, die Fahrzeuge bezüglich ihres Kraftstoffverbrauchs vergleichbar zu machen.

Sustainability Accounting Standards Board (SASB)

Das Sustainability Accounting Standards Board (SASB) ist eine US-amerikanische gemeinnützige Organisation, die branchenspezifische Standards für die Nachhaltigkeitsberichterstattung entwickelt hat.
T

tank-to-wheel

Tank-to-wheel heißt wörtlich übersetzt „vom Kraftstofftank bis zum Rad“ und berücksichtigt (anders als bei der umfassenderen well-to-wheel-Betrachtung) die Wirkungskette von der aufgenommenen Energie (Benzin, Strom) an bis zur Umwandlung in Bewegungsenergie beim Fahren.

Task Force on Climate-related Financial Disclosures (TCFD)

Die Task Force on Climate-related Financial Disclosures (TCFD) ist eine vom Financial Stability Board gegründete Initiative zur Unternehmensberichterstattung. Ihr langfristiges Ziel ist es, klimabezogene Chancen und Risiken in die Geschäfts- beziehungsweise Finanzberichte von Unternehmen zu integrieren. Im Jahr 2017 hat sie dazu Empfehlungen zu einer einheitlichen Klimaberichterstattung für Unternehmen herausgegeben.

Teillast

Teillast ist ein mittlerer Betriebszustand einer Maschine zwischen Volllast (100 Prozent der möglichen Leistung) und Nulllast (die Maschine ist ausgeschaltet).

Telematik

Telematik (zusammengesetzt aus Telekommunikation und Informatik) ist eine Technologie, die den mobilen Datenaustausch mit der computergestützten Verarbeitung dieser Informationen verbindet. Telematik-Lösungen/-Dienste in Fahrzeugen dienen zum Beispiel dazu, permanent Positions- und Fahrzeugdaten zu sammeln und auszuwerten.

The Climate Pledge

Das Klimaschutzversprechen „Climate Pledge“ ist eine Selbstverpflichtung von Unternehmen, die Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens bereits zehn Jahre früher als gefordert zu erfüllen. Die Teilnehmer haben zugesagt, ihr Geschäft bis 2040 CO2-neutral zu machen. Das Klimaschutzversprechen wurde 2020 von Amazon and Global Optimism ins Leben gerufen.

Tier-1

Tier-1 (Ebene-1) bezeichnet die erste vorgelagerte Stufe der Wertschöpfungskette, die direkten Zulieferer. Die weiteren Stufen der Wertschöpfungskette, also alle Vorlieferanten, werden als Tier-2 bis Tier-N gekennzeichnet.

Trocken- /Nassabscheidetechnologien

Als Lackabscheidung werden Technologien bezeichnet, mit denen überschüssige Lackpartikel, die beim Lackieren von Autos in die Luft entweichen, gebunden werden können. Bei der Nassabscheidung wird Wasser eingesetzt, um die Luft zu reinigen. Eine umweltfreundlichere Variante ist die Trockenabscheidung, bei der ein trockenes Bindemittel (zum Beispiel Steinmehl) genutzt und somit der Einsatz von Wasser und Chemikalien reduziert wird.

Turboverdichter

Ein Turboverdichter ist eine Maschine, mit der Luft zu Druckluft verdichtet werden kann. Druckluft wird in der industriellen Produktion zum Beispiel zum Antrieb von Maschinen verwendet. Im Gegensatz zu „normalen“ Verdichtern sind Turboverdichter nach dem Prinzip der Turbine aufgebaut und besitzen aerodynamische Eigenschaften. Sie arbeiten daher besonders energieeffizient.
U

UN Global Compact

Der Global Compact der Vereinten Nationen (UN) ist ein Pakt, der zwischen Unternehmen und der UN geschlossen wird, um die Globalisierung sozialer und ökologischer zu gestalten sowie über deren Umsetzung Bericht zu erstatten.

UN Principles for Responsible Investment (UNPRI)

Bei den sechs UN Principles for Responsible Investment (Prinzipien für verantwortliches Investieren) handelt es sich um eine Initiative eines internationalen Investorennetzwerks. Ihr Ziel ist es, die Auswirkungen von Investitionsaktivitäten auf ESG-Themen besser zu verstehen und die Unterzeichner dabei zu unterstützen, ESG-Kriterien bei ihren Investitionsentscheidungen zu berücksichtigen.

Ungefederte Masse

Bei der ungefederten Masse handelt es sich um jene Bauteile eines Fahrzeugs, die direkten Stößen von der Fahrbahn ausgesetzt sind. Zu ihnen zählen unter anderem Reifen, Felgen, Bremsen und Radlager.

Unterflur-SCR-Katalysator

Die selektive katalytische Reduktion (Selective Catalytic Reduction, SCR) bezeichnet eine Technik zur Reduktion von Stickoxiden in Abgasen. Ein Unterflur-SCR-Katalysator dient der Nachbehandlung von Fahrzeug-Abgasen und wandelt die im Abgas enthaltenen Schadstoffe durch chemische Reaktionen in ungiftige Stoffe um.
V

VECTO

VECTO (Vehicle Energy Consumption Calculation Tool) ist ein neues Simulationswerkzeug, das von der Europäischen Kommission entwickelt wurde und zur Bestimmung der CO2-Emissionen und des Kraftstoffverbrauchs von schweren Nutzfahrzeugen (Lastwagen, Busse und Reisebusse) mit einem Fahrzeuggewicht von über 3,5 Tonnen verwendet wird.

Verarbeitungsverzeichnis

Seit Einführung der EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) benötigt jedes Unternehmen ein Verarbeitungsverzeichnis. In diesem werden alle relevanten Informationen über die Verarbeitung von personenbezogenen Daten (zum Beispiel Name und E-Mail-Adresse eines Kunden) dokumentiert.

Voluntary Safety Self-Assessment

Voluntary Safety Self-Assessments (VSSA) basieren auf einem Leitfaden der US-Behörde NHTSA (National Highway Traffic Safety Administration). Auf freiwilliger Basis können Unternehmen, die mit dem Testen oder Inverkehrbringen automatisierter Fahrfunktionen befasst sind, ihre Vorgehensweisen und Bewertungen zur Sicherheit solcher Systeme dokumentieren und veröffentlichen.
W

well-to-wheel

Well-to-wheel heißt wörtlich übersetzt „von der Quelle bis zum Rad“. Bei der well-to-wheel Betrachtung wird neben dem Fahrbetrieb (wie bei der tank-to-wheel-Betrachtung) auch die Produktion des Energieträgers, beispielsweise die Stromproduktion oder die Herstellung von Benzin, berücksichtigt.

WLTP

WLTP (World Harmonised Light Vehicle Test Procedure – WLTP) ist ein internationales Messverfahren. Mit ihm wird geprüft, wieviel Kraftstoff ein Auto verbraucht und ob es die Abgasgrenzwerte einhält. WLTP hat das alte Messverfahren NEFZ zum 1. September 2017 abgelöst.
Z

Zuschlagstoff

Zuschlagstoffe sind Materialien, die einer Werkstoff-Mischung zugegeben werden, um deren Eigenschaften positiv zu beeinflussen. Für die Herstellung von Beton oder Asphalt wird zum Beispiel besonders zerkleinertes, natürliches oder künstliches Gestein verwendet.

Anbieter/Datenschutz

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Vertreten durch den Vorstand: Ola Källenius (Vorsitzender), Martin Daum, Renata Jungo Brüngger, Wilfried Porth, Markus Schäfer, Britta Seeger, Hubertus Troska, Harald Wilhelm

Vorsitzender des Aufsichtsrats: Bernd Pischetsrieder

Handelsregister beim Amtsgericht Stuttgart, Nr. HRB 19360
Umsatzsteueridentifikationsnummer: DE 81 25 26 315