Verkehrssicherheit

Vorfahrt für mehr Sicherheit

Wir wollen Autounfälle zu einem Phänomen der Vergangenheit machen. Unfallfreies Fahren – diese Vision gehört fest zu unserer nachhaltigen Geschäftsstrategie. Um sie Realität werden zu lassen, entwickeln wir insbesondere unsere Assistenzsysteme und das automatisierte Fahren weiter. Mit umfangreichen Assistenz- und Sicherheitssystemen bieten wir Sicherheit, Komfort und Fahrerentlastung. Unsere Innovationen ermöglichen es schon heute beispielsweise, auf zahlreichen Straßentypen den Fahrer durch Fahrassistenzsysteme zu unterstützen oder beim Spurwechsel auf mehrspurigen Straßen zu entlasten, in engen Parklücken unter Überwachung durch den Fahrer automatisiert aus- und einzuparken und Kollisionsgefahren in immer mehr Situationen zu reduzieren – und wir berücksichtigen dabei stets auch gesellschaftliche und ethische Aspekte.

Klares Bekenntnis für eine unfallfreie Mobilität

„Unfallfreies Fahren“: So lautet unsere ambitionierte Vision für die Zukunft der Mobilität. Sie verfolgen wir mit Nachdruck – denn auch ein einzelner Unfall ist noch einer zu viel. Unsere konzerneigene Unfallforschung gibt uns Aufschluss darüber, wie Unfälle entstehen und mit welchen Schutzsystemen sie vermieden werden können. Somit legen wir die Grundlagen für innovative Sicherheitstechniken und immer leistungsfähigere, am realen Unfallgeschehen orientierte Systeme. Diesen Weg wollen wir kontinuierlich weitergehen. Neben Simulationen und Crash-Versuchen ist für uns das reale Unfallgeschehen ein wichtiger Aspekt. Wir haben intern daher strenge Sicherheitsvorgaben, die in vielen Fällen über die gesetzlichen Vorgaben oder Ratinganforderungen hinausgehen. Und unsere Unfallforschung gehört zu den ältesten der Branche: Seit 50 Jahren untersuchen unsere Experten schwere Unfälle mit Beteiligung aktueller Mercedes-Benz Fahrzeuge. Ziel ist es, daraus zu lernen und die Erkenntnisse in die Konstruktion neuer Modelle und die Verbesserung bestehender Systeme einfließen zu lassen. Sicherheit ist und bleibt unser Markenkernwert.

Wir haben uns selbst unter anderem zu folgenden Maßnahmen verpflichtet:

  • Wir streben nach bestmöglicher Crash-Sicherheit mit höchstem Insassenschutz.
  • Wir schaffen in der Öffentlichkeit ein Bewusstsein für Verkehrssicherheit, etwa durch Bildungsprogramme und Roadshows; wir fördern die Kommunikation zu Sicherheitstechnologien und Innovationen.
  • Wir erhöhen den Einsatz von Fahrassistenzsystemen in Lkw.
  • Wir integrieren gesellschaftliche und ethische Aspekte in das hoch- sowie das vollautomatisierte Fahren, beispielsweise mit dem Konzept „Ethics by Design“.
  • Wir unterstützen den sozialen und politischen Dialog und Entscheidungsprozess zum Thema automatisiertes Fahren.

Mercedes-Benz bietet seit Jahrzehnten Luxusfahrzeuge mit höchster Qualität und höchstem Anspruch an die Sicherheit an. Unsere Kunden wissen, dass wir die Autos für den realen Unfall nach standardisierten Tests auslegen, wollen das aber auch bei den Sicherheitsratings bestätigt wissen.

Axel Heix Leiter Entwicklung Kompaktklasse, Mercedes-Benz AG

Ausgezeichnet sicher

Immer wieder belegen Ratings die hohe Sicherheitsperformance unserer Fahrzeuge. Ein Beispiel dafür ist der Mercedes-Benz GLE. Er wurde vom Versicherungsinstitut Insurance Institute for Highway Safety (IIHS) in den USA sowohl im Modelljahr 2020 als auch im letzten Modelljahr mit dem Prädikat „TOP SAFETY PICK+“ ausgezeichnet. Beim IIHS-Rating wird nicht nur die Crash-Sicherheit betrachtet, sondern auch Systeme zur Unfallvermeidung, wie etwa Notbremssysteme. Mit seinem umfassenden Sicherheitskonzept konnte der GLE Bestnoten erreichen.

2019 haben sechs Mercedes-Benz Pkw-Modelle bei EURO NCAP (European New Car Assessment Programme), eine Vereinigung europäischer Verkehrsministerien, Automobilclubs und Versicherungsverbände, ein Top-Rating erhalten (ebenfalls Crash- und Fahrerassistenzsysteme): der Mercedes-Benz GLB, EQC (EQC 400 4MATIC: Stromverbrauch kombiniert: 20,8-19,7 kWh/100 km; CO2-Emissionen kombiniert: 0 g/km)1, CLA, B-Klasse, GLE und die G-Klasse. Der neue Mercedes-Benz CLA wurde darüber hinaus Klassenbester im Segment der „Small Family Cars“.

Im Januar 2019 erhielt der teilautomatisierte (SAE-Level 2) Lkw Freightliner Cascadia von Daimler Trucks North America auf der Consumer Electronics Show den renommierten „Best Transportation Technology Award“. Durch Fortschritte in der Automatisierung wollen wir beim New Cascadia sowohl Unfälle als auch den Kraftstoffverbrauch deutlich reduzieren.

Anfang 2020 wurde der Mercedes-Benz Actros als „Truck of the Year“ ausgezeichnet. Fachjournalisten aus 24 europäischen Ländern haben unter anderem unseren Active Drive Assist für teilautomatisiertes Fahren (SAE-Level 2) oder auch unsere MirrorCam gewürdigt, die herkömmliche Außenspiegel ersetzt und den Fahrer nicht nur bei schwierigen Manövern unterstützt, sondern darüber hinaus auch noch die Aerodynamik verbessert. Ebenfalls entscheidend für die Auszeichnung: die von Mercedes-Benz Trucks erfundenen und nochmals weiterentwickelten Sicherheitssysteme Active Brake Assist der fünften Generation und der nochmals verbesserte Abbiege-Assistent.

Innovation geht nur mit Sicherheit

Im Rahmen der Internationalen Automobil-Ausstellung zeigte Mercedes-Benz im September 2019, an welchen Ideen unsere Pkw-Sicherheitsexperten momentan arbeiten. Dort präsentierten wir auch das Experimentalsicherheits-Fahrzeug (ESF) 2019.

Das ESF 2019 basiert auf dem neuen Mercedes-Benz GLE Plug-in-Hybrid (GLE 350 de 4MATIC: Kraftstoffverbrauch kombiniert: 1,3-1,1 l/100km; Stromverbrauch kombiniert: 28,7-25,4 kWh/100 km; CO2-Emissionen kombiniert: 34-29 g/km)1 und thematisiert Sicherheitskonzepte für ein Fahrzeug, das sowohl manuell als auch hochautomatisiert (SAE-Level 3) fahren kann. Es reflektiert die Mobilität der Zukunft und zeigt eine Vielzahl von zukünftigen Sicherheitstechnologien.

Unfälle vermeiden mit ABA5

Ab Januar 2020 statten wir jeden neuen Mercedes-Benz Actros in Europa serienmäßig mit unserem Notbremsassistenten Active Break Assist der fünften Generation (ABA5) aus. Unser Abbiege-Assistent wird als Nachrüstlösung ab sofort für viele gängigen Modelle von Mercedes-Benz Actros, Arocs und Econic ab dem Baujahr 2017 verfügbar sein. So sorgen wir dafür, dass bestehende Systeme möglichst schnell in möglichst vielen Mercedes-Benz Lkw im Einsatz sind. Damit wollen wir eine möglichst große Zahl an Unfällen verhindern.

Sicherere Straßen – weltweit

Laut dem „Global Status Report on Road Safety 2018“ der World Health Organization (WHO) starben 2018 allein auf Indiens Straßen rund 300.000 Menschen. Viele dieser Unfälle ließen sich demnach verhindern. Um einen Beitrag für sicherere Straßen zu leisten, haben wir 2015 die CSR-Initiative „SAFE ROADS“ gestartet. Sie soll das Bewusstsein für Verkehrssicherheit in Indien schärfen. Alle zwei Jahre findet nun ein Gipfel mit Vertretern der Verkehrsbehörde und verschiedenen Interessengruppen statt – so auch 2019. Auch in China haben wir SAFE ROADS gestartet. Für 2020 wird geprüft, ob die Initiative auf weitere Länder ausgeweitet werden kann.

Tag der Mobilität

Um den Straßenverkehr noch sicherer zu gestalten, müssen wir auch junge Menschen für das Thema sensibilisieren. In Zusammenarbeit mit dem MobileKids e. V. planen wir einen Aktionstag für Schülerinnen und Schüler aus Stuttgart. Daran wirken Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Daimler als Sicherheitsbotschafter mit.

Antworten auf ethische Fragen finden

Wir möchten, dass automatisierte Fahrsysteme eine breite gesellschaftliche Akzeptanz finden. Hierfür ist entscheidend, dass wir ethische Fragen bei der Produktentwicklung von Anfang an mitberücksichtigen und eine eigene Haltung zu neuen Technologien entwickeln. Für eine verantwortungsvolle Entwicklung automatisierter Fahrzeuge legen wir neben den gesetzlichen auch interne Regelungen und Richtlinien zugrunde, wie zum Beispiel unsere „Interne Richtlinie zur technischen Compliance“, die ISO-Standards 26262 und 21448 für sicherheitsrelevante elektrische/elektronische Systeme in Kraftfahrzeugen, die Entwürfe der UN-ECE zu Speichernormierung und Anforderungen an automatisierte Systeme („Requirements for an Automated Lane Keeping System“) sowie die 20 Leitlinien der Ethikkommission der deutschen Bundesregierung zum automatisierten und vernetzten Fahren. Ein weiteres Beispiel dafür sind unsere vier KI-Prinzipien.

1 siehe Anhang zu Labeling

AUSBLICK

Um Unfälle noch gezielter zu verhindern, spielt die detaillierte Untersuchung von Unfällen und deren Entstehung eine wichtige Rolle. Sie hilft uns, die Umstände und Merkmale von Unfällen unserer Fahrzeuge besser zu verstehen, Handlungsbedarfe abzuleiten – und so Unfallrisiken zu senken. Diese Form der Datenerfassung wollen wir in Zukunft noch weiter ausbauen, vor allem durch die Verbindung mit prädiktiven Simulationsmethoden. Darum engagieren wir uns gemeinsam mit bestehenden und neuen Kooperationspartnern im Feld der Unfallforschung, um die Erhebung von Unfall- und Verkehrsdaten kontinuierlich zu verbessern und auszubauen.

Assistenzsysteme: Prävention an erster Stelle

Anbieter/Datenschutz

Daimler AG Mercedesstraße 120
70372 Stuttgart
Deutschland
Tel.: +49 711 17 0
E-Mail: dialog@daimler.com

Vertreten durch den Vorstand: Ola Källenius (Vorsitzender), Martin Daum, Renata Jungo Brüngger, Wilfried Porth, Markus Schäfer, Britta Seeger, Hubertus Troska, Harald Wilhelm

Vorsitzender des Aufsichtsrats: Manfred Bischoff

Handelsregister beim Amtsgericht Stuttgart, Nr. HRB 19360
Umsatzsteueridentifikationsnummer: DE 81 25 26 315