Menschenrechte

Menschenrechte achten und wahren

Wir streben eine Mobilität ohne Menschenrechtsverletzungen an. Entlang unserer automobilen Wertschöpfungsketten verfolgen wir deshalb einen systematischen Ansatz, um Menschenrechtsverletzungen so gut wie möglich zu vermeiden. Für die verantwortungsvolle Beschaffung von Rohstoffen arbeiten wir, wo sinnvoll, auch mit Verbänden, Organisationen und Wettbewerbern zusammen.

Unsere Ziele

2021

100

Prozent

Für unsere Dienstleistungslieferketten verfolgen wir das Ziel, die Bewertungen neuer und bestehender Lieferanten bis 2021 abzuschließen.

2025

70

Prozent

Bis 2025 wollen wir 70 Prozent aller Produktionsmaterial-Rohstoffe mit hohem Risiko einer Überprüfung unterziehen und notwendige Maßnahmen definieren.

2028

100

Prozent

Unser Ziel ist es, bis 2028 für 100 Prozent unserer Produktionsmaterial-Rohstoffe, die ein höheres Risiko für Menschen­rechts­verletzungen bergen, entsprechende Maßnahmen zu definieren.

Dem Schutz der Menschenrechte verpflichtet

Wir wollen, dass die Menschenrechte entlang unserer gesamten Wertschöpfungskette geachtet und gewahrt werden. Deshalb bekennt sich Daimler unter anderem zu den UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte sowie zum Nationalen Aktionsplan für Wirtschaft und Menschenrechte der Bundesregierung. Auf Basis dieser Standards haben wir eine Vielzahl von Maßnahmen eingeführt, um unseren Sorgfaltspflichten im Bereich der Menschenrechte nachzukommen. Wir arbeiten derzeit daran, unseren Menschenrechtsansatz, das Daimler Human Rights Respect System (HRRS), für Konzerngesellschaften der Daimler AG Schritt für Schritt weiter auszubauen und in unser Daimler-weites Compliance Management System zu integrieren. Außerdem soll es künftig einen separaten Due-Diligence-Ansatz für Menschenrechte in der Lieferkette geben. Bei unserer Arbeit in diesem Bereich beziehen wir externe Stakeholder aktiv mit ein. So tauschen wir uns regelmäßig mit NGOs zu menschenrechtlichen Risiken aus oder laden zum jährlichen „Daimler Sustainability Dialogue“ nach Stuttgart ein.

1.127

Im Jahr 2019 hat Daimler weltweit insgesamt 1.127 CSR-Audits bei Lieferanten durchgeführt. Dabei wurden auch Menschenrechtsfragen berücksichtigt.

Menschenrechte systematisch einbeziehen

Das Daimler HRRS ist ein risikobasierter Ansatz, mit dem wir das Thema Menschenrechte systematisch angehen. Die neu gegründete Abteilung für Social Compliance treibt das Thema gemeinsam mit den Fach- und Einkaufsbereichen voran und beschäftigt sich geschäftsfeldübergreifend und ganzheitlich damit. Dabei obliegt es den jeweils verantwortlichen Fachbereichen, die relevanten Maßnahmen umzusetzen und nachzuhalten. Was das HRRS ausmacht: Es richtet den Fokus vorrangig auf die Risiken der Rechteinhaber, also der betroffenen Personen vor Ort, anstatt lediglich die Risiken für das Unternehmen zu betrachten.

Nachhaltigkeit branchenweit fördern

Die Daimler AG ist LEAD-Partner der Brancheninitiative „Drive Sustainability“ – einer vom Unternehmensnetzwerk CSR Europe koordinierten europäischen Arbeitsgruppe, die die Nachhaltigkeit in der automobilen Lieferkette verbessern möchte. Ein zentrales Instrument, das in diesem Rahmen entwickelt wurde, ist ein einheitlicher Nachhaltigkeitsfragebogen für Lieferanten. Darüber hinaus bietet die Brancheninitiative gemeinsame Schulungen und Workshops für Lieferanten an, um sie bei der Verbesserung ihrer Nachhaltigkeitsleistung zu unterstützen.

Transparente Kommunikation

Wir möchten unseren Umgang mit dem Thema Menschenrechte noch transparenter kommunizieren. Dazu berichten wir künftig noch ausführlicher auf unserer Website über unsere Ansätze, Fortschritte sowie Erfolge in diesem Bereich und erläutern, welche komplexen Herausforderungen mit dem Thema verbunden sind. Damit gehen wir aktiv auf die Erwartungen und das Informationsbedürfnis von Kunden, Investoren, Rating-Organisationen, Nichtregierungsorganisationen sowie der interessierten Öffentlichkeit ein. Ziel ist es, das Vertrauen externer Stakeholder in unsere Menschenrechtsmaßnahmen zu steigern.

Rohstoffinitiativen

Responsible Minerals Initiative

Seit 2018 ist Daimler Mitglied der Responsible Minerals Initiative (RMI). Die RMI verwendet ein unabhängiges Validierungsschema für Raffinerien und Hütten, um nachzuweisen, dass sie den Abbau von Mineralien verantwortungsvoll gestalten.

Aluminium Stewardship Initiative

Daimler hat sich 2018 der gemeinnützigen Aluminium Stewardship Initiative angeschlossen. Damit wollen wir die Einführung eines unabhängigen Zertifizierungsschemas für die gesamte Aluminium-Wertschöpfungskette unterstützen.

Responsible Steel Initiative

Die Responsible Steel Initiative strebt eine größere Transparenz in der Stahl-Lieferkette an und entwickelt ein Zertifizierungssystem für Umwelt- und Sozialstandards. Ein Fokus liegt darauf, CO2-Emissionen in der Produktion zu reduzieren. Daimler ist seit 2018 Mitglied.

AUSBLICK

Wir arbeiten weiterhin konsequent daran, dass die Menschenrechte in unseren Konzerngesellschaften und unseren Lieferketten bestmöglich gewahrt und geachtet werden. So planen wir weltweit eine Vielzahl weiterer Maßnahmen. Sie sollen mehr Transparenz schaffen, für das Thema sensibilisieren und dabei helfen, die Wirksamkeit unseres Engagements zu überprüfen.

Um unsere Lieferketten nachhaltiger zu gestalten, möchten wir die Transparenz und die Rückverfolgbarkeit innerhalb unserer Lieferketten verbessern. Das gilt beispielsweise für die Lieferkette der Batteriezellenproduktion. Denn es besteht die Gefahr, dass die dafür benötigten Rohstoffe möglicherweise unter menschenrechtlich kritischen Bedingungen abgebaut werden. Auch in den Lieferketten unserer Dienstleister gehen wir weiter in die Tiefe und führen den Dialog mit unseren Lieferanten fort.

Risiken erkennen, zielgerichtet handeln

Anbieter/Datenschutz

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E-Mail: dialog@daimler.com

Vertreten durch den Vorstand: Ola Källenius (Vorsitzender), Martin Daum, Renata Jungo Brüngger, Wilfried Porth, Markus Schäfer, Britta Seeger, Hubertus Troska, Harald Wilhelm

Vorsitzender des Aufsichtsrats: Manfred Bischoff

Handelsregister beim Amtsgericht Stuttgart, Nr. HRB 19360
Umsatzsteueridentifikationsnummer: DE 81 25 26 315