Ressourcenschonung

Umwelt- und ressourcenschonend produzieren

Neben dem Kraftstoffverbrauch und den Emissionen beim Fahren spielt auch die Herstellung der Fahrzeuge eine wichtige Rolle für deren Umweltverträglichkeit. Aus diesem Grund arbeiten wir kontinuierlich daran, die Produktion effizienter zu gestalten. Zum Beispiel indem wir Abfälle reduzieren, Wasserkreisläufe schließen oder Batterien aus elektrischen Fahrzeugen recyceln.

Ressourcen schonen, Investitions- und Betriebskosten senken

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GRI 301-1

Entscheidend für den ökologischen Fußabdruck unserer Produktion ist der schonende Umgang mit Ressourcen – von Wasser über Energie bis hin zu Rohstoffen. Indem wir die Energieeffizienz erhöhen, schonen wir nicht nur fossile Energieträger, sondern reduzieren auch den Energieverbrauch und damit unsere CO2-Emissionen in der Produktion. Verbesserte Recycling-Prozesse und ein geringerer Rohstoff- und Materialverbrauch an unseren Standorten haben das Potenzial, unser Abfallaufkommen zu senken. Zudem streben wir eine Reduzierung des Wasserverbrauchs an.

Eine ressourceneffiziente Produktion hilft, laufende Kosten zu reduzieren, etwa für den Bezug von Energie und Wasser oder für die Abwassereinleitung.

Um die Ressourceneffizienz zu steigern, ist es teilweise erforderlich, Anlagen und Gebäude zu erneuern und bestehende Prozesse zu optimieren. Aus diesem Grund gehen sehr ambitionierte Ressourceneffizienzziele häufig mit Investitionskosten einher, die den Wirtschaftlichkeitszielen des Unternehmens gegenübergestellt werden. Es gilt also, stets abzuwägen – zwischen Potenzialen für Ressourceneinsparung auf der einen Seite und Kosten für neue Gebäude oder die Modernisierung von Produktionsanlagen, dem Verbrauch von Flächen und vielen weiteren Einflussfaktoren auf der anderen Seite.

Neben dem Klima-, Immissions-, Gewässer- und Bodenschutz sehen wir auch eine wichtige Aufgabe darin, die biologische Vielfalt rund um unsere Standorte zu erhalten und zu fördern. Der Rückgang der Biodiversität ist ein globales Problem, das unter anderem durch die Beanspruchung von Ressourcen wie zunehmende Schadstoffemissionen sowie produktionsbedingte Eingriffe in die Umwelt hervorgerufen werden kann und weiter fortschreitet. Projekte zur Förderung der Biodiversität gibt es an sehr vielen Standorten der Daimler AG in Deutschland, beispielsweise an unseren Standorten in Sindelfingen, Gaggenau, Mannheim, Berlin, Bremen, Hamburg aber auch an internationalen Standorten wie zum Beispiel in Iracemápolis (Brasilien) und Samano (Spanien).

Wie wir den Ressourcenverbrauch in der Produktion reduzieren

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Das Engagement für die Umwelt ist integraler Bestandteil unserer Geschäftsstrategie. Vor diesem Hintergrund haben wir an unseren Produktionsstandorten Umweltmanagementsysteme etabliert. Damit verfolgen wir das Ziel einer effizienten und qualitativ hochwertigen Herstellung, die zugleich rechtskonform, umweltschonend und sicher ist.

In unserem Umweltmanagementhandbuch haben wir einen einheitlichen, konzernweiten Rahmen für unsere Umweltmanagementsysteme definiert. Derzeit arbeiten wir an einer Aktualisierung des Handbuches. Es konkretisiert unsere Umwelt- und Energieleitlinien und beschreibt die wesentlichen, für den Konzern relevanten Umweltschutzvorgaben.

Vorsorge gegen Umweltrisiken

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An den Produktionsstandorten wird im Rahmen des Umweltmanagements auf Werksebene regelmäßig überprüft, ob die internen und externen Umweltschutzvorgaben befolgt werden und den Berichtspflichten nachgekommen wird. Zu den wichtigsten Parametern gehört der rechtskonforme Betrieb in den Bereichen Abfallwirtschaft, Luftemissionen, Boden-/Grundwasserbelastung, Abwassereinleitung und Nutzung von Stoffen. Sollte es zu umweltrelevanten Vorfällen kommen, erfassen wir diese und beseitigen eventuelle Schäden. Die Überwachung der Managementsysteme erfolgt sowohl durch externe Gutachter im Rahmen der Zertifizierung (ISO 14001, EMAS, ISO 50001) als auch über interne Umweltrisikobewertungen (Environmental Due-Diligence-Prozess).

Um Umweltrisiken an den Produktionsstandorten weltweit transparent zu machen und vorzusorgen, haben wir bereits 1999 eine Methode zur Umweltrisikobewertung (Environmental Due Diligence) entwickelt. Diese wenden wir seither konzernweit an – sowohl intern an allen Produktionsstandorten, die sich mehrheitlich im Besitz des Konzerns befinden, als auch extern bei Merger- und Akquisitionsvorhaben. Nach einem standardisierten Prozess prüfen und bewerten wir konsolidierte Produktionsstandorte des Konzerns im Rhythmus von fünf Jahren.

Es folgen Berichte an die Werke und Geschäftsleitungen. Jährlich führen wir ein Monitoring durch, inwiefern unsere Empfehlungen zur Risikominimierung an den Standorten bereits umgesetzt wurden. Ziel der Umweltrisikobewertung ist es, an allen unseren Produktionsstandorten weltweit einen hohen Umweltstandard einzuhalten.

Seit dem Jahr 2000 haben wir vier vollständige Risikobewertungen an den Produktionsstandorten von Mercedes-Benz Cars, Mercedes-Benz Vans, Daimler Trucks und Daimler Buses durchgeführt. 2019 begann die fünfte Runde der Umweltrisikobewertung. Abgesehen von einigen neuen Risikoaspekten, die wir bereits 2014 in die einzelnen Themenfelder integriert haben, blieben die Methoden und Tools der Umweltrisikobewertung unverändert. Auf diese Weise gewährleisten wir die Vergleichbarkeit mit den Ergebnissen der bereits durchgeführten Bewertungen. Im Jahr 2019 haben wir die Produktionsstandorte des Geschäftsfelds Mercedes-Benz Cars evaluiert.

Im Rahmen unserer Vorsorge gegen Umweltrisiken überprüfen wir auch mögliche Risiken, die mit der Wasserversorgung und der Abwasserentsorgung einhergehen können. Dabei zeigt sich, dass keiner unserer Werksstandorte einem sehr hohen wasserbezogenen Risiko ausgesetzt ist. Das geht aus einer internen Analyse hervor, die wir mithilfe eines führenden Online-Tools in diesem Bereich, dem WWF-Wasserrisikofilter, durchgeführt haben. Nur ein Standort erreichte in puncto Wasserknappheit (Scarcity Risk) einen Wert von 3,8 – auf einer Bewertungsskala von 1 (kein Risiko) bis 5 (sehr hohes Risiko). An allen anderen Werksstandorten besteht maximal ein mittleres Risiko.

5.1 Umweltrisikobewertung

Verantwortung für Ressourcenschutz in den Werken

Die Verantwortung für den schonenden Einsatz von Ressourcen liegt primär bei dem jeweiligen Geschäftsfeld, zum Beispiel bei Mercedes-Benz Cars. Über die Ziele der Geschäftsfelder entscheidet die jeweilige Unternehmensführung, die regelmäßig an die Vorstände der Spartengesellschaften sowie an den Gesamtvorstand berichtet. Dies geht aus dem Zielesystem hervor, das wir im Rahmen der nachhaltigen Geschäftsstrategie mit dem Vorstand abgestimmt haben.

Unsere Ziele

Zur Erreichung der CO2-neutralen Energieversorgung ab Januar 2022 setzen wir im ersten Schritt auf die Vermeidung und Reduktion von CO2. Hierzu gehören Maßnahmen wie beispielsweise die konsequente Steigerung der Energieeffizienz in der Produktion, die Umstellung auf 100 Prozent Grünstrombezug, der Ausbau von PV-Anlagen in den Werken sowie die Optimierung in der Wärmeversorgung. Erst im letzten Schritt erfolgt ab 2022 die Kompensation unvermeidbarer CO2-Emissionen durch qualifizierte Projekte mithilfe von hochwertigen CO2-Zertifikaten (CERs nach Gold Standard).

Außerdem verfolgen wir das strategische Unternehmensziel, den Ressourcenverbrauch pro Fahrzeug kontinuierlich zu senken beziehungsweise die Ressourceneffizienz zu erhöhen. Konkret haben wir uns Ziele für den Wasser- und Energieverbrauch sowie für die Abfallmenge zur Beseitigung pro Fahrzeug gesetzt. Ziele im Bereich Ressourcenschonung in der Produktion von 2013/2014 bis 2030 werden aktuell für die Sparten Lkw und Busse finalisiert.

Maßnahmen für ressourceneffiziente Werke

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Energie- und Wasserverbräuche senken, weniger Abfälle erzeugen, dafür mehr Recycling betreiben: Um die Herstellung unserer Fahrzeuge so umweltverträglich wie möglich zu gestalten, nutzen wir viele unterschiedliche Hebel. Diese ganzheitliche Betrachtung hilft uns, den ökologischen Fußabdruck unserer Produktion schrittweise zu reduzieren.

Energieeffizienz steigern

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Um den Energieverbrauch in der Produktion zu reduzieren, setzen wir auf hocheffiziente Lüftungs- und Beleuchtungssysteme und effiziente Prozesstechnologien wie neue Robotergenerationen oder Lackiertechnologien. Einen Beitrag leisten jedoch auch kontinuierliche Verbesserungen im laufenden Betrieb sowie die intelligente Betriebsführung der Hallen und Produktionsanlagen. Ein Beispiel dafür ist die produktionsorientierte Abschaltung von Maschinen in Produktionspausen.

Bei Mercedes-Benz Cars haben wir den Energieverbrauch pro Fahrzeug im Zeitraum zwischen dem Basisjahr (Durchschnitt 2013/2014) und dem Berichtsjahr 2019 um 10 Prozent gesenkt. Damit befinden wir uns in unserem Zielkorridor, der eine Reduzierung um 43 Prozent bis 2030 gegenüber dem Basisjahr vorsieht. Im Bereich Vans streben wir gegenüber unserem Basisjahr eine Reduzierung um 25 Prozent bis 2030 an. 2019 standen wir bei 7 Prozent. Im Bereich Trucks & Buses konnte der spezifische Energieverbrauch um 3 Prozent reduziert werden.

Weitere Informationen zum Thema Energieeffizienz, zu unseren Energiemanagementsystemen sowie konkrete Beispiele aus dem Berichtszeitraum finden sich im Kapitel Auf dem Weg zur CO2-neutralen Produktion

Wasser effizient nutzen

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Die Reduzierung des Wasserverbrauchs erreichen wir mit möglichst geschlossenen Wasserkreisläufen, zum Beispiel durch Wiederaufbereitung von Prozesswasser oder auch durch den Einsatz von geschlossenen anstatt offenen Kühlsystemen. Weitere Reduzierungen werden ermöglicht durch den Einsatz wassersparender Armaturen im Sanitärbereich, aber auch durch neue hocheffiziente Produktionsprozesse.

So werden bei neuen Pkw-Lackieranlagen beispielsweise immer häufiger Trockenabscheidetechnologien anstelle von Nassabscheidetechnologien eingesetzt. Hierbei werden Lösemittel- und Lacknebelmengen (Overspray), die beim Lackieren entstehen und zum Schutz der Umwelt kontrolliert abgeschieden werden müssen, nicht mittels zerstäubten Wassers aus dem Luftstrom abgeschieden, sondern mithilfe von Steinmehl gebunden. Weitere Reduzierungen werden durch neuartige Industriereinigungsprozesse wie dem punktuellen Reinigen mit Lasern ermöglicht.

Auch bei der Regenprobe, in der Neufahrzeuge auf ihre Wasserdichtigkeit getestet werden, haben wir wassersparende Maßnahmen umgesetzt. An einigen Standorten setzen wir ein biologisches Wasseraufbereitungsverfahren ein, das ohne den Einsatz von Bioziden auskommt. Dadurch gelangen weniger schädliche Stoffe in das Abwasser. Die eingesetzte Wassermenge kann etwa dreimal so oft verwendet werden.

Abwasser aus unserer Produktion und den sanitären Anlagen wird entweder gemäß den lokalen Vorgaben an örtliche Anlagen zur Abwasserbehandlung und -entsorgung weitergeleitet oder auf dem eigenem Gelände vorbehandelt beziehungsweise gereinigt. An einzelnen Standorten haben wir auch biologische Kläranlagen. Risiken, die durch Verunreinigung des Niederschlagswassers auf einem Werksgelände entstehen können, werden durch Vorgaben eines internen Standards minimiert.

Im Bereich Mercedes-Benz Cars haben wir den Wasserverbrauch pro Fahrzeug im Berichtsjahr gegenüber dem Durchschnitt 2013/2014 um 7 Prozent gesenkt. Damit sind wir unserem Reduktionsziel von minus 33 Prozent bis 2030 ein Stück näher gekommen. Im Bereich Vans streben wir eine Reduzierung um 28 Prozent bis 2030 (gegenüber 2013/2014) an. 2019 erreichten wir ein Minus von 12 Prozent. Im Bereich Trucks & Buses konnte der spezifische Wasserverbrauch um 17 Prozent reduziert werden.

Abfallmengen senken

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Wir möchten die Abfallmengen in der Produktion so weit wie möglich reduzieren. Dafür ist es wichtig, Transparenz über die Abfallwertströme in der Produktion zu schaffen und die verschiedenen Abfallarten korrekt voneinander zu trennen. In Europa erfassen wir Abfälle zum Beispiel nach Abfallschlüsselnummern und behandeln und entsorgen sie dementsprechend vorschriftsgemäß. Für die fachkundige Entsorgung von Abfällen arbeiten wir grundsätzlich mit lizenzierten und regelmäßig zertifizierten Entsorgern zusammen. Darüber hinaus minimieren wir Abfälle aus neuen oder optimierten Produktionsprozessen wie Verschnitte, Sande, Filtermaterialien und Schlämme.

Bei Mercedes-Benz Cars haben wir zum Beispiel die Abfallmenge zur Beseitigung pro Fahrzeug im Berichtszeitraum um 25 Prozent gesenkt gegenüber dem Basisjahr (Durchschnitt 2013/2014). Damit sind wir auf dem richtigen Weg hin zu unserem Reduktionsziel von minus 43 Prozent bis 2030 (gegenüber 2013/2014). Im Bereich Vans möchten wir eine Reduzierung um 33 Prozent pro Fahrzeug bis 2030 (gegenüber 2013/2014) erreichen. 2019 ist die spezifische Abfallmenge um 31 Prozent1 zurückgegangen. Im Bereich Trucks & Buses konnte die Abfallmenge zur Beseitigung pro Fahrzeug um 89 Prozent2 reduziert werden.

Im Bereich Logistik bestehen weitere Maßnahmen darin, Verpackungen zu optimieren und mehrfach nutzbare Ladungsträger einzusetzen. Zum Beispiel haben wir in unserem Werk in Aksaray (Türkei) die Transportverpackung von Getrieben und Motoren verbessert. Vor der Umstellung wurden die Getriebe und Motoren in einer Einwegverpackung aus Holz transportiert. Nun setzen wir dafür Mehrweg-Stahlladungsträger ein, die lange wiederverwendet werden können. Auf diese Weise sparen wir jährlich das Äquivalent von 3.200 Bäumen an Verpackungsmaterial ein.

Abfallreduktion in der Gastronomie

Auch arbeiten wir daran, das Bewusstsein unserer Beschäftigten für das Thema Abfallreduktion zu schärfen, zum Beispiel indem wir in unseren gastronomischen Betrieben auf Einwegplastik verzichten. In Deutschland versorgt die Daimler Gastronomie GmbH an elf Standorten, in 30 Betriebsrestaurants und 66 Shops täglich circa 40.000 Beschäftigte mit Speisen und Getränken. 2019 hat sich die Daimler Gastronomie auf die Umsetzung einer deutschlandweiten nachhaltigen Verpackungsstrategie fokussiert, welche alle Einweg-Wegwerfartikel umfasst, die den Kunden für die Mitnahme von Speisen zur Verfügung gestellt werden. Neben Holzbesteck und Papier-Brötchentüten wurden zum Beispiel Plastikstrohhalme abgeschafft und nachhaltige Schalen für Suppen und Eintöpfe für den Außer-Haus-Verzehr eingeführt.

Durch diese Maßnahmen konnte die Daimler Gastronomie den Plastikmüll bereits um 43,2 Tonnen (bezogen auf die Menge 2018) reduzieren. Eine weitere Maßnahme der nachhaltigen Verpackungsstrategie ist die Attraktivierung des Kaffeemehrwegbechers und Reduzierung – bis hin zur Abschaffung – des Kaffeeeinwegbechers. Neben der Umsetzung der Verpackungsstrategie ist die CO2-Reduzierung der Speisen ein weiteres großes Nachhaltigkeitsthema in der Daimler Gastronomie. Durch die vegetarische und vegane Speiselinie „Energiequelle“ und die Initiative „Awareness Day“ reduziert die Daimler Gastronomie ihren CO2-Fußabdruck weiter.

Schulungen zum Umweltschutz

Wir führen an all unseren Standorten Schulungen durch. Wichtige Inhalte unserer Schulungen sind beispielsweise Abfall- und Gefahrstoffmanagement, Gewässerschutz, Abwasserbehandlung, Notfallmanagement bei umweltrelevanten Betriebsstörungen oder umweltschutzgerechte Planung von Anlagen und Arbeitsstätten.

Zu Inhalt und Häufigkeit der Schulungen gibt es teilweise gesetzliche Anforderungen zu erfüllen, die sich je nach Standort unterscheiden können. In Deutschland bietet der zentrale Umweltschutz jährlich Schulungen an, mit denen wir die Beauftragten in den Bereichen Immissionsschutz, Gewässerschutz und Abfallmanagement qualifizieren.

Im Berichtsjahr wurden an den Standorten unter anderem verpflichtende Schulungen für neue Führungskräfte, neu ernannte Energiekoordinatoren in Produktion, Logistik und Qualität sowie Intensivschulungen für Betriebsingenieure durchgeführt. Zudem fanden regelmäßige Energieschulungen in den Produktionsbereichen sowie Informationsveranstaltungen im Rahmen von Betriebsversammlungen statt.

Ressourcenschonende Batterieproduktion

Für die Produktion elektrischer Fahrzeuge benötigen wir Antriebsbatterien mit Lithium-Ionen-Technologie. Deren Herstellung ist sehr ressourcen- und energieintensiv. Um hier Verbesserungen zu erreichen, werden wir die Produktion von Batterien künftig klimaneutral gestalten und das Batterierecycling vorantreiben.

Naturschutz und Biodiversität

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Unsere internen Handlungsempfehlungen „Biodiversität“ enthalten praktische Hinweise zur naturnahen Flächengestaltung für unsere Werke. Sie regen dazu an, für die Biodiversität aktiv zu werden, im Vorfeld von Bauaktivitäten das Thema Biodiversität noch stärker in den Planungen zu berücksichtigen und entsprechende Maßnahmen umzusetzen. So haben wir beispielsweise Insektenhotels und Nisthilfen für heimische Vögel gebaut, Wildbienenhotels aufgestellt sowie Dach- und Fassadenbegrünungen, Trockenbachläufe, Steingärten und Blumenwiesen angelegt. Rund um unser Werk Gaggenau und den Daimler Trucks Standort in Rastatt haben wir Grünflächen naturnah umgestaltet. Der NABU berät, begleitet und dokumentiert die Erfolge für die Tier- und Pflanzenwelt dort schon seit einigen Jahren. Aber auch an vielen anderen Standorten werden Randstreifen und bisher wenig genutzte Flächen naturnah gestaltet.

Am 5. Juni 2019, dem internationalen Tag der Umwelt, haben wir auf dem Werksgelände des Mercedes-Benz Global Logistics Centers in Germersheim eine 19.000 Quadratmeter große Grünfläche eröffnet. Auf der zuvor ungenutzten Fläche wurden 149 Bäume, 805 Sträucher, 680 Stauden und 500 Gräser gepflanzt. Großes Augenmerk lag dabei auf der Bepflanzung mit vielfältigen einheimischen Arten. Eine durchgehende Blüte sorgt dafür, dass Insekten dort das ganze Jahr über Nahrung finden. Auch die Auszubildenden des Standorts haben an dem Projekt mitgewirkt und ein Insektenhotel sowie Nisthilfen für Vögel und Fledermäuse auf dem Gelände errichtet. Das in einem Mitarbeiter-Workshop entstandene Projekt leistet einen wichtigen Beitrag, um die Biodiversität am Standort zu fördern. Durch die frühzeitige Einbindung der Beschäftigten in die Gestaltung ist eine Symbiose aus kreativer Arbeits- und Erholungsatmosphäre und naturnahen Biotopen gelungen.

So bewerten wir die Wirksamkeit unseres Managementansatzes

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Das Ziel, das sich die Pkw-Sparte für die spezifische Abfallmenge bis 2022 gesetzt hat, wurde bereits heute nahezu erreicht. Das Ziel für den spezifischen Energieverbrauch bis 2022 werden wir nach aktueller Prognose nicht vollständig erreichen. Deshalb haben wir die Projektarbeit intensiviert. Das Ziel für den spezifischen Wasserverbrauch bis 2022 kann nach heutigem Kenntnisstand erreicht werden. Eine vollständige datenbankbasierte Berichterstattung aktualisieren wir fortlaufend.

Energiebedarf für Produkte und Dienstleistungen

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Im Vergleich zum Vorjahr ist der Energieverbrauch pro Pkw leicht gestiegen. Gründe dafür sind das niedrigere Produktionsvolumen bei Mercedes-Benz Cars. Bei Trucks & Buses ist der spezifische Energieverbrauch trotz der realisierten Energieeffizienzmaßnahmen aufgrund des gesunkenen Produktionsvolumens ebenfalls gestiegen. Bei Mercedes-Benz Vans sank der Energieverbrauch pro Fahrzeug.

Sinkt die Stückzahl produzierter Fahrzeuge, bedeutet das nicht, dass auch der Energieverbrauch in gleichem Maße abnimmt. Denn die Werke haben beim Energieverbrauch eine Grundlast, die unabhängig ist von der aktuell produzierten Stückzahl. So müssen zum Beispiel Hallen belüftet, beheizt und beleuchtet oder auch Trockner in der Lackierung auf Temperatur gehalten werden.

Auch lassen sich nicht alle Produktionsanlagen bei Produktionspausen in einen Stand-by-Modus schalten. Das führt dazu, dass wir unabhängig von der Stückzahl produzierter Fahrzeuge an Produktionstagen immer bis zu 70 Prozent der Energie verwenden, die bei voller Auslastung gebraucht würde. Diesen Anteil wollen wir in neuen Werken kontinuierlich reduzieren.

1 Die Reduktion umfasst 23 Prozent, wenn eine Reklassifizierung des Abfalls zur Beseitigung (gemäß Daimler Konzernumweltrichtlinie) an einem Auslandsstandort im Jahr 2017 herausgerechnet wird. Entsprechend wird das Ziel 2030 aktuell reevaluiert und gegebenfalls nachjustiert.

2 Diese hohe Reduktion konnte unter anderem durch eine Reklassifizierung von Gießereisanden in unserem Werk Mannheim erreicht werden, die seit 2017 für die Versiegelung von Deponien verwendet werden.

Energieverbrauch (in GWh)
GRI 302-1

 

2015

2016

2017

2018

2019

Summe

10.940

10.895

11.340

11.607

11.287

Wasserbezug (in 1.000 m3)
GRI 303-3

 

2015

2016

2017

2018

2019

Summe

14.966

15.104

14.014

14.381

13.486

Abfälle nach Abfallart (in 1.000 t)
GRI 306-2

 

2015

2016

2017

2018

2019

Nicht gefährlicher Abfall zur Beseitigung

74

86

82

40

28

Nicht gefährlicher Abfall zur Verwertung (ohne Schrott)

269

223

239

318

303

Schrott zur Verwertung

866

828

858

877

830

Gefährlicher Abfall zur Beseitigung

47

21

15

10

10

Gefährlicher Abfall zur Verwertung

71

71

75

82

79

Summe

1.328

1.229

1.269

1.328

1.249

Anbieter/Datenschutz

Daimler AG Mercedesstraße 120
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E-Mail: dialog@daimler.com

Vertreten durch den Vorstand: Ola Källenius (Vorsitzender), Martin Daum, Renata Jungo Brüngger, Wilfried Porth, Markus Schäfer, Britta Seeger, Hubertus Troska, Harald Wilhelm

Vorsitzender des Aufsichtsrats: Manfred Bischoff

Handelsregister beim Amtsgericht Stuttgart, Nr. HRB 19360
Umsatzsteueridentifikationsnummer: DE 81 25 26 315