Ressourcenschonung

Rohstofflieferketten nachhaltig gestalten

Unsere Lieferanten spielen eine wichtige Rolle, wenn es um einen schonenden Umgang mit Ressourcen geht. Im Rahmen von Trainings entwickeln wir gemeinsam mit ihnen Strategien zur Emissionsreduzierung oder diskutieren den Einsatz von Sekundärmaterialien. Als Mitglied verschiedener Rohstoffinitiativen wirken wir außerdem daran mit, dass wichtige Rohstoffindustrien ihren ökologischen Fußabdruck verbessern.

Wertvolle Rohstoffe erhalten

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Ein Großteil der Umweltbelastungen beim Fahrzeugbau entsteht nicht in unseren eigenen Werken, sondern in den vorgelagerten Lieferketten. Insbesondere der Abbau und die Aufbereitung metallischer Rohstoffe können negative ökologische Folgen haben. Sie haben zudem einen sehr großen Anteil an dem Gesamtgewicht eines Fahrzeugs. Deswegen fordern wir auch unsere Lieferanten dazu auf, Umweltvorgaben einzuhalten, und vermitteln ihnen notwendiges Wissen in diesem Bereich. Letztlich leisten wir damit einen Beitrag zum Erhalt wertvoller Ressourcen und zu einer sicheren, langfristigen Rohstoffversorgung für unsere Produktion.

Wie wir Ressourcenschonung in der Lieferkette stärken

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Unsere Einkaufsbereiche sind gemeinsam für das Lieferantenkooperationsmodell „Daimler Supplier Network“ zuständig und arbeiten an einem verantwortungsvollen Bezug von Materialien.

Unsere Supplier Sustainability Standards definieren neben Anforderungen an Arbeitsbedingungen, Menschenrechte und Geschäftsethik auch Umweltschutzanforderungen. Sie fordern etwa den Einsatz und die Weiterentwicklung energie- und wassersparender Technologien, die Umsetzung von Strategien zur Emissionsreduzierung und die Wiederverwendung und Wiederaufbereitung von Ressourcen. Auch der Umgang mit gefährlichen Substanzen ist in den Standards geregelt: Chemikalien und andere Stoffe, die bei Freisetzung in die Umwelt eine Gefahr darstellen können, müssen identifiziert werden. Für sie ist ein Gefahrenstoffmanagement einzurichten, damit sie sicher gehandhabt, transportiert, gelagert, wiederaufbereitet oder wiederverwendet und entsorgt werden können.

Von Produktionsmaterial-Lieferanten fordern wir ein zertifiziertes Umweltmanagementsystem gemäß ISO14001, EMAS (Eco-Management and Audit Scheme) oder vergleichbaren Standards. Gleiches gilt – je nach Risiko – auch für Nichtproduktionsmaterial-Lieferanten. Im Rahmen unserer Risikoanalyse prüfen wir, ob Lieferanten über ein Umweltzertifikat verfügen. Stellt sich dabei heraus, dass kein zertifiziertes Umweltmanagementsystem vorhanden ist, hat der Lieferant zwei Jahre Zeit, ein solches System einzurichten und zertifizieren zu lassen.

Interne und externe Beschwerden über eine mögliche Verletzung von Umweltauflagen in unserer Lieferkette nehmen wir über unser Hinweisgebersystem BPO entgegen.

Maßnahmen für einen schonenden Umgang mit Ressourcen

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Im Rahmen unserer nachhaltigen Geschäftsstrategie haben wir uns zum Ziel gesetzt, den Ressourcenverbrauch vom Wachstum zu entkoppeln. Zu diesem Zweck arbeiten wir entlang unserer Lieferkette mit einer Vielzahl von Akteuren zusammen. So schulen wir beispielsweise unsere Lieferanten und engagieren uns in verschiedenen Rohstoffinitiativen.

Dialog und Qualifizierung bei Mercedes-Benz Cars & Vans

Wir bieten unseren Lieferanten umfassende Trainings zu Nachhaltigkeitsthemen an. Dabei spielen auch Umweltthemen eine zentrale Rolle, insbesondere die Anwendung gängiger Umweltmanagementsysteme.

Neben allgemeinen Themen gehen wir bei unseren Trainingsmaßnahmen auch auf aktuelle Entwicklungen ein. Im Rahmen einer Risikoanalyse haben wir im Hinblick auf die Handlungsfelder Klimaschutz und Ressourcenschonung die Materialien Stahl und Aluminium als besonders wichtig identifiziert. Diese Werkstoffe benötigen wir in großen Mengen für den Fahrzeugbau; gleichzeitig ist ihre Herstellung mit einem hohen Einsatz an Energie verbunden. Beide Materialien sind jedoch gut recycelbar und können nach Ende ihres Lebenszyklus wieder dem allgemeinen Herstellungsprozess zugeführt werden. 2019 haben wir mit unseren Lieferanten über die Themen CO2-Emissionen und Einsatz von Sekundärmaterial gesprochen und potenzielle Maßnahmen und Ziele diskutiert. Dabei fanden vor allem Gespräche mit Lieferanten im Rohbau statt. Bei Mercedes-Benz Cars haben wir darüber hinaus Polymere und Batterien als Schwerpunktthemen definiert.

Engagement in Rohstoffinitiativen bei Mercedes-Benz Cars & Vans

Im Rahmen unseres Engagements für eine nachhaltige Rohstoffbeschaffung beteiligen wir uns an verschiedenen Rohstoffinitiativen. Neben dem Thema Menschenrechte werden dabei auch Umweltthemen bearbeitet. Im Hinblick auf Umweltbelange stehen die Ressourcen Aluminium und Stahl im Fokus.

Responsible Steel Initiative

Stahl ist der Werkstoff, der im Auto anteilig am meisten verwendet wird und die weltgrößte Rohstoffindustrie darstellt. Die Herstellung von Stahl ist sehr energieintensiv und somit für einen großen Anteil der CO2-Emissionen in der Herstellungsphase verantwortlich. Die Responsible Steel Initiative erhöht die Transparenz in der Lieferkette, indem sie ein Zertifizierungsschema entwickelt. Dieses Schema stellt Anforderungen an einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen wie Energie und Wasser und fordert eine möglichst geringe Umweltbelastung durch Abwasser, Luftemissionen und Abfall in der Stahlherstellung. Die Anforderungen an das Zertifizierungsschema wurden unter Beteiligung verschiedener Stakeholder, darunter auch Mercedes-Benz Cars, erstellt.

Aluminium Stewardship Initiative

Die Aluminium Stewardship Initiative wurde entwickelt, um weltweite Standards entlang der gesamten Wertschöpfungskette von Aluminium zu definieren und einen schonenden Umgang mit Ressourcen zu erreichen. Der „Responsible Aluminium Standard“ bündelt ethische, ökologische und soziale Aspekte. Zentrale Themen sind Treibhausgasemissionen, Luftemissionen, Abwässer und Abfälle sowie Wasser und Biodiversität. Bei einigen Auftragsvergaben fordern wir von Lieferanten bereits eine Zertifizierung nach diesem Standard.

So bewerten wir die Wirksamkeit unseres Managementansatzes

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Anbieter/Datenschutz

Daimler AG Mercedesstraße 120
70372 Stuttgart
Deutschland
Tel.: +49 711 17 0
E-Mail: dialog@daimler.com

Vertreten durch den Vorstand: Ola Källenius (Vorsitzender), Martin Daum, Renata Jungo Brüngger, Wilfried Porth, Markus Schäfer, Britta Seeger, Hubertus Troska, Harald Wilhelm

Vorsitzender des Aufsichtsrats: Manfred Bischoff

Handelsregister beim Amtsgericht Stuttgart, Nr. HRB 19360
Umsatzsteueridentifikationsnummer: DE 81 25 26 315