Klimaschutz & Luftreinhaltung

Klimaschutz in der Lieferkette

Unser Engagement für den Klimaschutz endet nicht an unseren Werkstoren. Um klimaneutral zu werden, setzen wir auch in der Lieferkette an. So wollen wir die CO2-Emissionen reduzieren und kompensieren, die mit dem Bezug von Bauteilen und Rohmaterialien, Nichtproduktionsmaterialien und der Logistik verbunden sind.

Weltweite Zusammenarbeit

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Die Folgen des Klimawandels lassen sich nur begrenzen, wenn verschiedene Akteure global an einem Strang ziehen. Deshalb beziehen wir beim Klima- und Umweltschutz auch unsere Lieferkette ein und arbeiten partnerschaftlich mit Lieferanten zusammen, um Emissionen zu senken. Damit schaffen wir beispielsweise auch die Voraussetzung dafür, die absoluten CO2-Minderungsziele der EU für den Verkehrssektor zu erreichen. Denn das ist nur möglich, wenn auch die Emissionen zurückgehen, die mit der gesamten Lieferkette von Bauteilen, Rohmaterialien und Nichtproduktionsmitteln sowie der Logistik verbunden sind.

Das Lieferantennetzwerk leistet einen beachtlichen Teil der Wertschöpfung und ist somit von entscheidender Bedeutung für die Dekarbonisierungsziele. Auch vor diesem Hintergrund ist es wichtig, nicht nur in der eigenen Produktion, sondern auch bei unseren Lieferanten auf eine Reduzierung von Emissionen hinzuwirken.

Wie wir die CO2- und Luftemissionen in der Lieferkette senken

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In unserer nachhaltigen Geschäftsstrategie stellen wir die Weichen für nachhaltige Mobilität. Um unser langfristiges Ziel der Klimaneutralität zu erreichen, setzen wir neben der konsequenten Elektrifizierung unserer Fahrzeuge auch in der Lieferkette an.

Von Lieferanten, die uns mit Produktionsmaterial versorgen, fordern wir ein zertifiziertes Umweltmanagementsystem gemäß ISO 14001, EMAS oder vergleichbaren Standards. Gleiches gilt risikobasiert auch für Nichtproduktionsmaterial-Lieferanten. Unsere direkten Lieferanten sind aufgefordert, diese Nachhaltigkeitsstandards einzuhalten, sie ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu vermitteln und sie auch in ihre vorgelagerten Wertschöpfungsketten hineinzutragen und deren Einhaltung zu kontrollieren. Wir unterstützen sie dabei durch zielgerichtete Informationen und Qualifizierung.

So haben wir zum Beispiel im Pkw-Bereich 2019 Workshops mit Lieferanten für Stahl, Aluminium und Batteriezellen durchgeführt. Sie machen circa 80 Prozent der CO2-Emissionen in der Lieferkette eines Elektrofahrzeuges aus. In unserer gesamten Lieferkette verursachen allein Stahl und Aluminium circa 60 Prozent der CO2-Emissionen. Ziel der Workshops war es, effektive CO2-Reduktionsmaßnahmen zu identifizieren. Um die Umweltauswirkungen unserer Lieferkette zu bewerten und transparenter zu machen, arbeiten wir zudem mit Organisationen wie CDP zusammen.

In unserer Lieferkette kommen ähnliche Richtlinien und Prozesse zum Einsatz wie bei unseren eigenen Werken. So werden unsere europäischen Werke ab 2022 ausschließlich Strom aus erneuerbaren Energiequellen beziehen. Gleiches streben wir zum Beispiel auch für unsere Lieferkette für Mercedes-Benz Pkw an.

Ziele und Maßnahmen für eine klimafreundlichere Lieferkette

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Wir verfolgen das Ziel, Schritt für Schritt alle Komponenten und Bauteile CO2-neutral zu beziehen. Mercedes-Benz Cars & Vans beispielsweise will konkrete CO2-Maßnahmen mit Lieferanten sowie Maßnahmen im Bereich der Inbound-Logistik entwickeln. Auch bei der Beschaffung von Nichtproduktionsmaterialien streben wir eine Reduktion von CO2-Emissionen in der Lieferkette an.

Rund 16 Prozent unserer CO2-Emissionen (Scope 1, 2 und 3) bei Mercedes-Benz Cars entstehen aktuell in der Lieferkette. Daher ist es wichtig, die Klimaneutralität auch bei unseren Lieferanten und Partnern voranzutreiben. Hierfür müssen wir zunächst herausfinden, bei welchen Akteuren und Stufen unserer Lieferkette CO2-Emissionen und Schadstoffe entstehen. Erst auf Basis dieser Informationen können wir Ansatzpunkte für Klimaschutzmaßnahmen definieren. Um Transparenz über die Umweltauswirkungen unserer Lieferketten zu schaffen, arbeiten wir mit Organisationen wie CDP zusammen. So haben wir 2019 erstmals am CDP Supply Chain Programm teilgenommen. In diesem Rahmen ermutigen wir unsere Lieferanten, über ihre Umweltauswirkungen zu berichten. CDP stellt entsprechende Tools bereit, um umweltbezogene Daten zu erfassen, zu bewerten und zu kommunizieren. In diesem Zusammenhang haben wir unsere Hauptlieferanten kontaktiert, die über 70 Prozent des jährlichen Einkaufsvolumens von Mercedes-Benz Cars & Vans ausmachen. Knapp 80 Prozent davon nahmen an der Umfrage teil und Ergebnisse wurden uns von CDP im Januar 2020 zur Verfügung gestellt.

Darüber hinaus haben wir 2019 Workshops mit Lieferanten von Mercedes-Benz Cars & Vans durchgeführt, um gemeinsam effektive CO2-Reduktionsmaßnahmen zu erarbeiten. Dabei haben wir uns auf besonders CO2-intensive Lieferanten konzentriert – zum Beispiel solche aus dem Rohbaubereich – und mit ihnen den aktuellen Stand und die Zielsetzung hinsichtlich Klimaschutz diskutiert. Die Workshops sollen im nächsten Jahr im Rahmen von Vergaben fortgeführt werden.

Wir haben uns vorgenommen, CO2-Ziele zu einem wichtigen Kriterium für Lieferantenentscheidungen und -verträge bei Mercedes-Benz Cars & Vans zu machen. Um verstärkt CO2-ärmere Produkte zu beschaffen, haben wir 2019 damit begonnen, auf verschiedenen Ebenen Gespräche und Einkaufsverhandlungen zu führen – vorrangig mit unseren direkten Lieferanten. Wir unterstreichen den Stellenwert von CO2-Reduzierungen in unserer Lieferkette außerdem mit dem Daimler Supplier Sustainability Award 2019. Damit zeichnen wir unter anderem Lieferanten aus, die besondere CO2-Reduzierungsprojekte umgesetzt haben.

CO2-neutral produzierte Batteriezellen

Mit umfangreichen Beauftragungen für Batteriezellen bis ins Jahr 2030 wurde ein weiterer wichtiger Meilenstein für die Elektrifizierung der künftigen Elektrofahrzeuge der Produkt- und Technologiemarke EQ gesetzt.

So wollen wir zusammen mit Lieferpartnern die Versorgung des globalen Batterie-Produktionsverbunds heute und künftig mit den jeweils neuesten Technologien sicherstellen. Die Lieferanten produzieren Batteriezellen aktuell bereits in Asien und Europa und expandieren weiter in Europa und zusätzlich in den USA.

Im September 2019 sind wir eine Nachhaltigkeitspartnerschaft mit dem Batteriezellen-Lieferanten Farasis Energy (Ganzhou) Co., Ltd. – einem chinesischen Entwickler und Anbieter von Lithium-Ionen-Batterietechnologien - eingegangen. Die Partnerschaft umfasst neben der Einhaltung von Menschenrechten in der Lieferkette und dem Thema Recycling auch den Bezug von Batteriezellen aus CO2-neutraler Produktion. Als erster Proof Point soll ein Teil der Batteriezellen für die nächste Fahrzeuggeneration unserer Produkt- und Technologiemarke EQ zu 100 Prozent mit Strom aus erneuerbaren Energien produziert werden. Dadurch lässt sich der CO2-Fußabdruck der Gesamtbatterie künftiger Fahrzeugmodelle der Produkt- und Technologiemarke EQ um deutlich über 30 Prozent reduzieren. Um dies zu erreichen, setzt der Lieferant bei der Produktion der Batteriezellen auf Strom aus erneuerbaren Energiequellen wie Wasserkraft, Wind- und Solarenergie.

So bewerten wir die Wirksamkeit unseres Managementansatzes

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Anbieter/Datenschutz

Daimler AG Mercedesstraße 120
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Deutschland
Tel.: +49 711 17 0
E-Mail: dialog@daimler.com

Vertreten durch den Vorstand: Ola Källenius (Vorsitzender), Martin Daum, Renata Jungo Brüngger, Wilfried Porth, Markus Schäfer, Britta Seeger, Hubertus Troska, Harald Wilhelm

Vorsitzender des Aufsichtsrats: Manfred Bischoff

Handelsregister beim Amtsgericht Stuttgart, Nr. HRB 19360
Umsatzsteueridentifikationsnummer: DE 81 25 26 315