Beschäftigte

Vielfalt und Gleichberechtigung fördern

Bei Daimler fördern wir Chancengleichheit und eine Kultur der Wertschätzung und des Respekts. Herkunft, Alter, Geschlecht, individuelle Fähigkeiten, sexuelle Identität oder Orientierung spielen dabei keine Rolle. Denn: Menschen sind motivierter, leistungsfähiger und zufriedener, wenn sie sich mit ihrer ganzen Persönlichkeit einbringen können.

Vielfalt als Chance

GRI 103-1

Die Vielfalt unserer Beschäftigten spiegelt die Vielfalt unserer Kundinnen und Kunden wider. Sie hilft uns, neue Blickwinkel zu finden, und ist Antrieb für kreative Ideen und Innovationen. Auf diese Weise macht uns Vielfalt als Unternehmen erfolgreicher und schafft klare Wettbewerbsvorteile. Inklusion bedeutet für uns, bewusst, integrativ und wertschätzend mit der Vielfalt unserer Beschäftigten umzugehen – mit dem Ziel, alle gleichberechtigt einzubeziehen und zu behandeln. Respekt und ein selbstverständlicher Umgang mit Vielfalt entstehen dann, wenn wir uns alle gemeinsam für ein diskriminierungsfreies Miteinander starkmachen. Ein solches Arbeitsumfeld ist die Voraussetzung dafür, dass wir das Potenzial der Vielfalt tatsächlich nutzen können.

Wie wir Vielfalt im Unternehmen gestalten

GRI 103-2

Viermal im Jahr befasst sich der Vorstand mit Zielen, Aktivitäten und Ergebnissen des Diversity Managements. Das Diversity Update enthält einen Bericht zur Anzahl von Frauen in Führungspositionen sowie bei Bedarf auch Informationen zu konzernübergreifenden Projekten. Die gesamte Belegschaft ist zu einem wertschätzenden, respektvollen Umgang miteinander aufgefordert. Führungskräfte übernehmen dabei eine Vorbildrolle und tragen besondere Verantwortung für eine faire Unternehmenskultur. Die Bereiche Integrität und Diversity gestalten hierfür die Rahmenbedingungen und Prozesse. Das Global Diversity Office ist eine konzernweite Funktion, die im Personalbereich angesiedelt ist. Es entwickelt in Abstimmung mit den Geschäftsbereichen strategische Handlungsfelder und Ziele und initiiert übergreifende Projekte, Trainings und Sensibilisierungsmaßnahmen. Darüber hinaus tauschen wir uns regelmäßig mit externen Stakeholdern zu Diversity-Themen aus – zum Beispiel im Rahmen der Charta der Vielfalt, zu deren Initiatoren und Gründungsmitgliedern wir zählen.

Grundsätze und Richtlinien

Alle Mitglieder des Daimler-Vorstands unterstützen unser Diversity-Statement und setzen sich aktiv für die Verwirklichung der darin festgehaltenen Grundsätze ein:

  • Unterschiedlichkeit fördern. Wir respektieren und wertschätzen die Unterschiedlichkeit unserer Beschäftigten. Wir bestärken sie darin, diese Vielfalt ins Unternehmen einzubringen.
  • Verbindungen schaffen. Wir nutzen die vielfältigen Erfahrungen, Perspektiven und Kompetenzen unserer Beschäftigten in aller Welt. Sie spiegeln die Vielfalt unserer Kunden, Lieferanten und Investoren wider.
  • Zukunft gestalten. Jede/-r Einzelne trägt dazu bei, ein respektvolles und wertschätzendes Arbeitsumfeld zu schaffen. So gestalten wir gemeinsam die Zukunft von Daimler.

Gesamt- und Konzernbetriebsvereinbarungen

Für die Daimler AG, die Mercedes-Benz AG, die Daimler Truck AG und die Daimler Brand & IP Management GmbH & Co. KG sind Grundsätze der Gleichstellung von Frauen und Männern in den Gesamtbetriebsvereinbarungen „Frauenförderung“ und „Chancengleichheit“ festgeschrieben. Die Themen Vielfalt und Chancengleichheit werden darüber hinaus in unserer Verhaltensrichtlinie und der Konzernbetriebsvereinbarung „Fairer Umgang am Arbeitsplatz“ beschrieben.

Leitfäden

Der Leitfaden „Trans*@Daimler“ richtet sich sowohl an Führungskräfte und Personalbereiche als auch an Beschäftigte. Er ist ein Beispiel dafür, dass wir uns aktiv für ein chancengleiches und diskriminierungsfreies Miteinander einsetzen. Der Leitfaden wurde gemeinsam mit unserer Transgender Community erstellt, erklärt innerbetriebliche Regelungen und enthält ein Unternehmens-Statement zur Stärkung der Transgender-Kolleginnen und -Kollegen.

Externe Leitlinien

Unsere Grundsätze verankern wir auch öffentlich durch Mitgliedschaften oder die Unterzeichnung von Standards und Prinzipien (Jahr des Beitritts beziehungsweise der Unterzeichnung):

  • UN Global Compact (2000)
  • Charta der Vielfalt e. V. (2006)
  • Women’s Empowerment Principles (2013)
  • FidAR e.V. (2010)
  • Initiative des UN Global Compact zur Bekämpfung der Diskriminierung gegen Homosexuelle, bi-, trans- und intersexuelle Menschen (LGBT+) (2018)
  • HIV-Deklaration der Deutschen Aidshilfe (2019)

Unfaires Verhalten melden

GRI 406-1

Wenn Beschäftigte von Diskriminierung, Mobbing oder sexueller Belästigung betroffen sind oder solche Verstöße bei Kolleginnen und Kollegen beobachten, stehen ihnen verschiedene Ansprechpartner zur Verfügung: die Führungskräfte, der Personalbereich, die Sozialberatung, der Werksärztliche Dienst sowie der Betriebsrat. In gemeinsamen Gesprächen mit allen Betroffenen gehen wir dem Vorfall auf den Grund und dokumentieren diesen. Als Anlaufstellen dienen außerdem der Infopunkt Integrität sowie unser Hinweisgebersystem BPO (Business Practices Office). Das BPO ermöglicht es weltweit Beschäftigten sowie externen Hinweisgebern, Regelverstöße zu melden, die ein hohes Risiko für das Unternehmen und seine Beschäftigten bedeuten. Dazu gehören auch schwere Fälle von sexueller Belästigung, Diskriminierung und Rassismus sowie Regelverstöße, die dem Ruf des Unternehmens schwerwiegenden Schaden zufügen können. In nachweisbaren Fällen ergreifen wir arbeitsrechtliche Maßnahmen, die sich nach der Schwere des Verstoßes richten.

Eine weltweit gültige Konzernrichtlinie hat das Ziel einer fairen und transparenten Vorgehensweise, die sowohl den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit für den Betroffenen als auch den Schutz des Hinweisgebers berücksichtigt. Die Richtlinie regelt das BPO-Verfahren und die Zuständigkeiten der verschiedenen Beteiligten. Ebenso legt die Richtlinie den Maßstab fest, mit dem wir Regelverstöße beurteilen und über Konsequenzen entscheiden.

Unsere Ziele

GRI 405-1

Das Diversity Management gehört zu unserer nachhaltigen Geschäftsstrategie. Unsere Handlungsfelder und Ziele sind:

Best Mix: die besten Teams zusammenstellen – chancengleich und diskriminierungsfrei

Unser Ziel ist es, den Anteil von Frauen in leitenden Führungspositionen bis 2020 auf mindestens 20 Prozent zu erhöhen. Derzeit sind 19,8 Prozent unserer Führungskräfte im mittleren und oberen Management weiblich. Für die Daimler AG, die Mercedes-Benz AG, die Daimler Truck AG und die Daimler Brand & IP Management GmbH & Co. KG haben wir in einer Gesamtbetriebsvereinbarung zur Frauenförderung Zielkorridore für den Frauenanteil in der Gesamtbelegschaft, der Berufsausbildung und den Führungsebenen 4 und 5 vereinbart. Um unsere Ziele zu erreichen, haben wir ein regelmäßiges internes Berichts- und Planungssystem installiert. Außerdem haben wir zahlreiche Maßnahmen vom Recruiting bis zur Weiterentwicklung und Beförderung von Mitarbeiterinnen etabliert.

Für die Zusammensetzung der obersten Gremien haben wir uns folgende Ziele gesetzt:

  • Entsprechend den gesetzlichen Anforderungen hat der Aufsichtsrat am 8. Dezember 2016 eine Zielgröße für den Frauenanteil im Vorstand von 12,5 Prozent festgelegt.
  • Für die Mitglieder des Vorstands hat der Aufsichtsrat gemäß der Empfehlung des aktuellen Deutschen Corporate Governance Kodex eine Regelaltersgrenze bestimmt. Demnach dient für das altersbedingte Ausscheiden eines Vorstandsmitglieds in der Regel das 62. Lebensjahr als Orientierung.
  • Bei der Zusammensetzung des Vorstands soll zudem auf Internationalität geachtet werden. Darunter verstehen wir unterschiedliche kulturelle Hintergründe, aber auch internationale Erfahrungen durch mehrjährige Auslandsaufenthalte. Nach Möglichkeit soll mindestens ein Mitglied des Vorstands internationaler Herkunft sein.
  • Die Mitglieder des Vorstands sollen über unterschiedliche Ausbildungs- und Berufshintergründe verfügen. Sofern möglich, sollen mindestens zwei Mitglieder einen technischen Hintergrund haben.

Unsere Inklusionsvereinbarung für Schwerbehinderte sieht zudem vor, dass wir jedes Jahr 23 schwerbehinderte Auszubildende einstellen.

Arbeitskultur: ein unterstützendes und inklusives Arbeitsumfeld schaffen

Wir schaffen ein Arbeitsumfeld, das von Wertschätzung und Chancengleichheit geprägt ist, und Arbeitsbedingungen, die unsere Beschäftigten motivieren und anspornen. Mit vielfältigen Maßnahmen und Programmen ermöglichen wir unseren Beschäftigten eine flexible, ihrer Lebenssituation entsprechende Gestaltung ihrer Arbeitszeiten. Damit fördern wir die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben. Zudem unterstützen wir alle Beschäftigten darin, sich permanent weiterzuentwickeln und neue Arbeitsmethoden und Lerntechniken in ihren Beruf zu integrieren.

Eine wichtige Kennzahl im Bereich Beschäftigte leitet sich aus den Ergebnissen der Daimler Mitarbeiterbefragung ab. Darin fragen wir unsere Beschäftigten, ob sie der folgenden Aussage zustimmen: „Alle in diesem Unternehmen werden fair behandelt – unabhängig von ethnischer und kultureller Herkunft, Geschlecht, Alter, Behinderung oder anderen Eigenschaften, die nicht mit der Arbeitsleistung zusammenhängen.“

Kundenzugang: Kundinnen und Kunden in ihrer Individualität verstehen, wertschätzen und erreichen

Wir sind uns der individuellen Lebensstile und Anforderungen unserer Kundinnen und Kunden bewusst und entwickeln Produkte und Dienstleistungen, die ihren Bedürfnissen entsprechen. Dadurch erreichen wir die unterschiedlichsten Zielgruppen. Unser Ziel: Menschen mehr Mobilität ermöglichen, die zu ihnen und ihrem Leben passt.

Für unsere Kundinnen und Kunden mit eingeschränkter Beweglichkeit bieten wir Fahrhilfen an, zum Beispiel Steuerungs- und Lenkhilfen, Pedalverlängerungen und Schwenksitze.

Wir haben uns das Ziel gesetzt, Mercedes-Benz zur attraktivsten Premium-Automobilmarke für Frauen zu machen und den Anteil von Käuferinnen bis 2020 deutlich zu erhöhen. Um Frauen gezielt anzusprechen, haben wir 2015 eine entsprechende Initiative gestartet. Sie umfasst unter anderem die Inspirationsplattform „She’s Mercedes“, Schulungen der Beschäftigten im Vertrieb, mehr weibliches Verkaufspersonal sowie die Entwicklung neuer Services im Bereich Aftersales und neue Mobilitätsdienstleistungen. „She’s Mercedes“ ist heute weltweit in über 60 Märkten aktiv.

Maßnahmen für eine wertschätzende Unternehmenskultur

GRI 103-2

Wir setzen uns für ein respektvolles und gleichberechtigtes Miteinander ein. Das beginnt beim Recruiting, umfasst den chancengleichen Umgang im Arbeitsalltag sowie ganz unterschiedliche Sensibilisierungsmaßnahmen – von Aktionstagen über Schulungen bis hin zur Teilnahme an Pride-Paraden.

Vielfalt im Recruiting

Spitzenleistungen sind keine Frage von Geschlecht, Alter, Herkunft oder anderen Vielfaltsfaktoren. Diesen Grundsatz berücksichtigten wir auch bei der Auswahl neuer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Ein Beispiel dafür ist INspire – The Leader’s Lab – unser Traineeprogramm für Nachwuchsführungskräfte. So können die verschiedenen Module unseres Online-Tests in 40 Muttersprachen absolviert werden. Bei unseren Auswahlveranstaltungen achten wir auf eine möglichst vielfältige Zusammensetzung der Beobachterinnen und Beobachter. Außerdem erhalten Bewerberinnen und Bewerber mit nachgewiesener Lese-/Rechtschreibschwäche mehr Lesezeit beim Onlinetest. Bei all unseren INspire-Recruiting-Prozessen verzeichnen wir einen Anteil von 55 bis 70 Prozent an internationalen Bewerbungen. Etwa jede dritte Bewerbung kommt von einer Frau (30 Prozent). Für das Recruiting von schwerbehinderten Beschäftigten gibt es gesonderte Leitlinien, die in der Inklusionsvereinbarung beschrieben sind.

Förderung von Frauen

Wir haben uns das Ziel gesetzt, Frauen im Unternehmen auf allen Ebenen zu fördern. Zu diesem Zweck haben wir eine Reihe von Maßnahmen eingeführt – von der Nachwuchsförderung im schulischen Bereich über das Recruiting bis hin zur individuellen Entwicklung.

Mit Aktionen wie dem „Girls’ Day“ und der Bildungsinitiative „Genius“ verfolgt Daimler das Ziel, vor allem Mädchen für technische Berufe zu begeistern und den ingenieurwissenschaftlichen Nachwuchs zu fördern. Auch Im Rahmen von Hochschulmessen oder bei den „Women Career Days“ sprechen wir Frauen gezielt an.

Um Frauen auf Führungspositionen vorzubereiten, bieten wir beispielsweise spezielle Leadership Workshops oder Mentoring-Programme an. Netzwerke speziell von und für Frauen, die bei Daimler beschäftigt sind, ermöglichen den Austausch. Dazu gehören: Frauennetzwerk (FNW), Women’s Business Network (WBN), Frauen in Technik (FIT), CAReer Women International Network (CAR-WIN).

Internationalität

Rund 300.000 Menschen aus über 160 Nationen bilden bei Daimler eine lebendige Mischung aus Kulturen und Lebensweisen. Die Mehrheit unserer Führungskräfte im Ausland stammt aus der jeweiligen Region. Die kulturelle Vielfalt unserer Belegschaft hilft uns, die regional unterschiedlichen Kundenwünsche besser zu verstehen und unsere Produkte danach auszurichten. Wir fördern sie durch weltweite Personaleinsätze, Mentorings, Trainings zur interkulturellen Kompetenz sowie ein gezieltes Recruiting. Mehr als ein Drittel der Einstellungen über unser Trainee-Programm entfallen auf internationale Bewerberinnen und Bewerber – auch dies stärkt unsere Interkulturalität.

Weltweite Mitarbeitereinsätze

Global denken, sich weiterentwickeln, neue Kulturen und Arbeitswelten kennenlernen – auf der ganzen Welt sind rund 2.000 Daimler-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter aus fast 50 Nationen im internationalen Einsatz. Die mit großem Abstand wichtigste Einsatzregion für Assignees aus Deutschland ist China mit einem Anteil von rund 30 Prozent. Es folgen die USA mit 17 Prozent und Mexiko mit 7 Prozent. Weitere wichtige Zielländer sind Ungarn, Japan und Südafrika.

Wir fördern aber auch, dass Beschäftigte von unseren weltweiten Standorten als sogenannte Impats nach Deutschland oder in ein anderes Land gehen, um ihr Netzwerk auszubauen und ihr Know-how zu teilen und zu vertiefen. Zugleich tragen diese Beschäftigten dazu bei, Daimler internationaler aufzustellen. Aktuell haben wir rund 140 Global Assignees in Deutschland, vor allem aus den USA, China, Indien und Brasilien. Darüber hinaus sind 296 Personen aus Drittländern im Einsatz – vorwiegend in China und den USA. Sie kommen größtenteils aus den USA, Brasilien, Südafrika und Japan.

Beschäftigte mit Schwerbehinderung

Beschäftigte mit Behinderungen sind ein wichtiger Teil unserer vielfältigen Teams und fest in die Belegschaft integriert. Schon in den Vorjahren hat die Daimler AG die gesetzliche Quote von 5 Prozent Beschäftigten mit Behinderungen übertroffen. Im Berichtszeitraum arbeiten bei der Daimler AG, der Mercedes-Benz AG und der Daimler Truck AG fast 9.000 Menschen mit Behinderungen. Einen besonderen Stellenwert hat bei Daimler die Ausbildung junger Menschen mit Behinderung. So wurde bereits 2006 gemeinsam mit der Schwerbehindertenvertretung ein Aktionsplan zur Einstellung schwerbehinderter Auszubildender erstellt. In den letzten fünf Jahren haben so über 100 junge Menschen mit Behinderung eine Ausbildung im Konzern begonnen. In Deutschland setzen sich zudem die Schwerbehindertenvertretungen und die Inklusionsbeauftragten des Unternehmens für die Belange von schwerbehinderten Beschäftigten ein.

Generationenvielfalt: lange leistungsfähig bleiben

Der Altersdurchschnitt unserer Beschäftigten lag im Jahr 2019 weltweit bei 43 Jahren. Bei der Daimler AG, der Mercedes-Benz AG und der Daimler Truck AG waren unsere Beschäftigten durchschnittlich 45 Jahre alt. Mit der demografischen Entwicklung und einem immer längeren Berufsleben wird der Altersdurchschnitt in den nächsten Jahren weiter ansteigen. Diesen Wandel sehen wir als Chance und passen die Rahmenbedingungen entsprechend an. Unser Generationenmanagement setzt auf Maßnahmen, die die Leistungsfähigkeit und Gesundheit der Jüngeren und Älteren ebenso fördern wie die Zusammenarbeit zwischen den Generationen. Zu den Schwerpunkten unseres Generationenmanagements gehören:

  • Wir bewerten unsere Arbeitsplätze im Hinblick auf ihre Ergonomie. Damit möchten wir sicherstellen, dass unsere Beschäftigten dort ohne Gesundheitsrisiken arbeiten können. Neuen Technologien wie zum Beispiel „Mensch-Roboter-Kooperationen“ ermöglichen es, die körperlichen Anforderungen an Arbeitsplätzen in der Produktion zukünftig weiter zu reduzieren.
  • Im Rahmen von Schulungen sensibilisieren wir unsere Beschäftigten für die demografischen Herausforderungen.
  • Unser Programm für „Senior Experts“ gibt erfahrenen Beschäftigten im Ruhestand die Möglichkeit, sich für einen Zeitraum von maximal sechs Monaten mit ihrem Know-how in Projekte einzubringen. Mehr als 800 Einsätze von Senior Experts haben wir seit Projektbeginn im Jahr 2013 realisiert.

Vielfalt bewusst erleben: Daimler Diversity Day

Bei Daimler schätzen wir die vielfältigen Erfahrungen, Perspektiven und Kompetenzen unserer Beschäftigten. Ein Tag im Jahr steht dabei besonders im Zeichen der Vielfalt: der Daimler Diversity Day. Vielfalt bewusst erleben, neue Perspektiven einnehmen und verstehen, wie alle Beschäftigten von aktivem Diversity Management profitieren können – das sind zentrale Ziele des Daimler Diversity Days. 2019 fand dieser Tag zum mittlerweile siebten Mal statt. Das Motto: „Changing Perspectives. Ready to be different“.

Ursprünglich von der Initiative Charta der Vielfalt e.V. als deutschlandweiter Aktionstag ins Leben gerufen, veranstalten wir diesen Tag inzwischen weltweit an Standorten auf allen Kontinenten. Auch 2019 luden viele Mitmachaktionen dazu ein, das eigene Umfeld aus einem neuen Blickwinkel zu betrachten – zum Beispiel aus der Perspektive eines Rollstuhlfahrers, einer Kollegin mit eingeschränktem Sehvermögen oder Kolleginnen und Kollegen mit besonderer Lebensgeschichte. Und natürlich kam auch der Blick auf andere Kulturen und ihre Traditionen und Gebräuche nicht zu kurz.

Flagge zeigen: Daimler Pride Tour 2019

Mit unserem internationalen Engagement leisten wir einen gesellschaftlichen Beitrag zu Vielfalt und Inklusion und zeigen, dass Daimler weltweit für Wertschätzung und Offenheit steht. Und zwar als gemeinsame Initiative von Unternehmen, Mitarbeitervertretung und Mitarbeiternetzwerken. Auch 2019 haben wir ein weltumspannendes Zeichen für Respekt und Vielfalt gesetzt. Von Juni bis November führte uns die Daimler Pride Tour von den USA über Asien und Europa bis nach Südafrika und Südamerika. Im Rahmen der Daimler Pride Tour haben 2019 rund 2.000 Beschäftigte in 15 Städten weltweit an Veranstaltungen teilgenommen. Das gemeinsame Motto lautete: „We live diversity!“ Neben den LGBTI+ Netzwerken GL@D (Gay Lesbian Bisexual Transgender+ at Daimler), Spectrum und Equal unterstützen in diesem Jahr auch weitere Daimler-Netzwerke die Daimler Pride Tour.

Engagement in Mitarbeiternetzwerken

Netzwerke bieten Beschäftigten mit gemeinsamen Interessen, Erfahrungen und Werten die Möglichkeit, sich über alle Ebenen und Bereichsgrenzen hinweg auszutauschen. Auf diese Weise tragen sie dazu bei, Diversity im Unternehmen zu verankern, und unterstützen eine Kultur der Vielfalt und der Wertschätzung. Häufig erleichtern die Netzwerke außerdem eine schnelle und kreative Lösungsfindung und sind wichtige Partner für Projekte und Veranstaltungen.

Bei Daimler gibt es zwölf offizielle Mitarbeiternetzwerke. Sie bringen rund 5.500 Beschäftigte zusammen und werden vom Global Diversity Office unterstützt. Dabei handelt es sich vorwiegend um interkulturelle, Frauen-, LGBTI+ sowie rollen-/organisationsbezogene Netzwerke, die sich in der Regel konzernübergreifend engagieren. Um auch den Austausch zwischen den Netzwerken zu fördern, organisiert das Global Diversity Office regelmäßig Treffen für die Netzwerksprecherinnen und -sprecher. Darüber hinaus gibt es an verschiedenen Standorten, zum Beispiel in den USA oder Südafrika, Minderheitensprecherinnen und -sprecher.

Beschäftigte und Führungskräfte schulen und sensibilisieren

Daimler informiert seine Beschäftigten weltweit über die Themen Vielfalt und Inklusion. Zudem können Beschäftigte und Führungskräfte Teil der Global Diversity Community werden. Als Social Intranet Community bietet sie Möglichkeit zu Vernetzung und Austausch. Wir informieren dort außerdem über die strategische Ausrichtung und die Handlungsfelder des Diversity Managements, stellen Zahlen, Daten und Fakten bereit und bieten Zugang zu Studien und Trainings an. Allen Beschäftigten weltweit steht im Social Intranet ein webbasiertes Training zur Verfügung, das dabei hilft, Vorurteile abzubauen.

Um Diversity Management im Führungsalltag zu verankern, bieten wir zudem verschiedene Qualifizierungsmaßnahmen für Führungskräfte an. So ist „Diversity & Inclusion Management“ Bestandteil bestehender Trainings für Führungskräfte und Beschäftigte des Personalbereichs. Dort thematisieren wir beispielsweise auch den Umgang mit Stereotypen und Vorurteilen.

Arbeitgeberinitiative „Charta der Vielfalt“

Daimler ist Mitinitiator und Gründungsmitglied der Arbeitgeberinitiative „Charta der Vielfalt“ (2006). Die Charta der Vielfalt treibt durch unterschiedliche Projekte die inhaltliche Diskussion zu Diversity Management in Deutschland voran, etwa mit dem Diversity Day. Über 3.300 Unternehmen und Institutionen haben die Charta der Vielfalt bereits unterzeichnet.

Von Juli 2018 bis Juni 2019 fand erstmals der Teamwettbewerb „Diversity Challenge“ statt. In diesem Rahmen konnten sich junge Menschen im Alter von 16 bis 27 Jahren mit konkreten Aktionen für Vielfalt am Arbeitsplatz engagieren. Daimler war mit zwei Teams aus den Reihen der Auszubildenden vertreten. In der Wettbewerbskategorie „Große Unternehmen“ erzielte das Team aus dem Mercedes-Benz Werk Bremen den ersten Platz. Es hatte ein Spiel entwickelt, das für das Thema Diversity sensibilisiert.

Daimler ist Partner der DIVERSITY Konferenz, die von der Charta der Vielfalt in Kooperation mit dem Tagesspiegel ausgerichtet wird. 2019 setzte Daimler im Rahmen eines Sponsorings ein neues Format um: „Debating Diversity“. Dabei wurde die Frage diskutiert, was die Digitalisierung für die Inklusion tun kann und welche Risiken es zu beachten gilt.

So bewerten wir die Wirksamkeit unseres Managementansatzes

GRI 103-3

Ungeachtet der heute geltenden gesetzlichen Vorgaben setzen wir uns bereits seit 2006 klare Ziele, um den Frauenanteil in den verschiedenen Geschäftsbereichen zu erhöhen, und überprüfen monats- beziehungsweise quartalsweise, wo wir hinsichtlich unserer Ziele stehen. So wurde für einen Zeitraum von mehreren Jahren auf Konzernebene ein angestrebter Frauenanteil an leitenden Führungspositionen definiert, der bis Ende 2020 bei 20 Prozent liegen soll. Ende 2019 lag dieser Wert bei 19,8 Prozent. Der Frauenanteil der Gesamtbelegschaft weltweit liegt aktuell bei 19,0 Prozent.

Die für den Aufsichtsrat der Daimler AG als paritätisch mitbestimmtes börsennotiertes Unternehmen geltende gesetzliche Frauenquote von 30 Prozent ist sowohl für den Aufsichtsrat insgesamt als auch für Arbeitnehmer- und Anteilseignerseite erfüllt. Die entsprechend der gesetzlichen Vorgabe vom Aufsichtsrat für den Vorstand bestimmte Frauenzielquote von 12,5 Prozent bis 31. Dezember 2020 ist mit der aktuellen Frauenquote im Vorstand von 25 Prozent deutlich überschritten. Die vom Vorstand für die erste und zweite Management-Ebene der Daimler AG unterhalb des Vorstands bestimmten Zielquoten betragen jeweils 15 Prozent, die bis 31. Dezember 2020 erreicht werden sollen. Zum 31. Dezember 2019 beträgt der Frauenanteil unterhalb des Vorstands auf der ersten Management-Ebene 12,5 Prozent und auf der zweiten Management-Ebene 23,8 Prozent.

In der Daimler Mitarbeiterbefragung fragen wir unsere Beschäftigten nach ihrer Zustimmung zu der folgenden Aussage: „Alle in diesem Unternehmen werden fair behandelt – unabhängig von ethnischer und kultureller Herkunft, Geschlecht, Alter, Behinderung oder anderen Eigenschaften, die nicht mit der Arbeitsleistung zusammenhängen.“ Damit erfassen wir alle zwei Jahre wie die Beschäftigten die Chancengleichheit im Unternehmen bewerten.

2019 erhielten wir mit dem „Inklusionspreis der deutschen Wirtschaft 2019“ auch eine externe Anerkennung für unser Engagement im Bereich Inklusion. Der Preis ist eine Initiative der Bundesagentur für Arbeit, der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, der Charta der Vielfalt und des UnternehmensForums, unter Schirmherrschaft von Hubertus Heil, Bundesminister für Arbeit und Soziales. Der Preis würdigt Unternehmen, die beispielhafte Projekte und Aktionen durchführen, um Menschen mit Behinderung auszubilden und einzustellen, leistungsgewandelte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weiter zu beschäftigen oder die Beschäftigungsfähigkeit zu erhalten. Beworben hatte sich Daimler unter anderem mit dem Aktionsplan zur Ausbildung von Jugendlichen mit Behinderungen, dem Buddy-Projekt, der „Diversity Challenge“ und mit der Initiative „Digitale Barrierefreiheit“. Auch unsere Bewerbungsunterlagen waren komplett barrierefrei gestaltet, etwa durch eine Vorlesefunktion. Die Jury würdigte vor allem die nachhaltige Verankerung der Inklusion im Unternehmen.

Weibliche Belegschaft
GRI 405-1

 

2015

2016

2017

2018

2019

Europa

34.969

36.285

38.696

40.718

40.604

NAFTA

6.851

6.208

7.030

8.130

7.915

Lateinamerika

1.742

1.652

1.657

1.708

1.771

Afrika

1.555

1.371

1.466

1.514

1.539

Asien

3.805

4.250

4.484

4.658

4.692

Australien/Ozeanien

286

305

303

314

314

Summe

49.208

50.071

53.636

57.042

56.835

Weibliche Beschäftigte nach Gruppen
GRI 405-1

 

2015

2016

2017

2018

2019

Gewerblich

10.228

9.526

11.116

12.578

12.626

Verwaltung

34.415

35.726

37.258

39.073

39.361

Auszubildende

1.779

1.772

1.839

1.814

1.706

Praktikantinnen/Diplomandinnen/Doktorandinnen

2.786

3.047

3.423

3.577

3.142

Summe

49.208

50.071

53.636

57.042

56.835

Weibliche Belegschaft: weitere Kennzahlen (in %)
GRI 405-1

 

2015

2016

2017

2018

2019

*

Daimler AG

Frauenanteil

17,3

17,7

18,5

19,1

19

Frauenanteil in leitenden Führungspositionen der Ebene 1 bis 3

15,4

16,7

17,6

18,8

19,8

Frauenanteil in der zweiten Managementebene unterhalb des Vorstands*

 

12,4

11,9

14,4

23,8

Frauenanteil in der ersten Managementebene unterhalb des Vorstands*

 

8,1

8,7

11,8

12,5

Frauenanteil im Vorstand

12,5

12,5

25,0

25,0

25,0

Frauenanteil im Aufsichtsrat

25,0

25,0

25,0

30,0

30,0

Weitere Diversitätsindikatoren

 

2015

2016

2017

2018

2019

*

Aufgrund der neuen Unternehmensstruktur seit 01.11.2019 wird die Schwerbehindertenquote für 2019 für die Einzelgesellschaften Daimler AG, Mercedes-Benz AG und Daimler Truck AG ausgewiesen.

Anteil Schwerbehinderter* (in %)

6,3

6,2

6,2

6,3

Daimler AG

 

 

 

 

6,0

Mercedes-Benz AG

 

 

 

 

6,3

Daimler Truck AG

 

 

 

 

5,6

Anzahl Nationen

161

161

165

164

165

Durchschnittsalter der Belegschaft

42,5

42,7

42,8

42,7

43

Anbieter/Datenschutz

Daimler AG Mercedesstraße 120
70372 Stuttgart
Deutschland
Tel.: +49 711 17 0
E-Mail: dialog@daimler.com

Vertreten durch den Vorstand: Ola Källenius (Vorsitzender), Martin Daum, Renata Jungo Brüngger, Wilfried Porth, Markus Schäfer, Britta Seeger, Hubertus Troska, Harald Wilhelm

Vorsitzender des Aufsichtsrats: Manfred Bischoff

Handelsregister beim Amtsgericht Stuttgart, Nr. HRB 19360
Umsatzsteueridentifikationsnummer: DE 81 25 26 315