Anhang

Glossar

Aktive und passive Sicherheit von Fahrzeugen

Aktive Sicherheitssysteme, oder auch Fahrerassistenzsysteme, tragen dazu bei, Unfälle von vorneherein zu verhindern. Die aktive Sicherheit unterstützt bei der Unfallvermeidung. Passive Sicherheitssysteme greifen hingegen bei einer Kollision schützend ein, um die Unfallfolgen abzumildern.

Antriebsstrang

Zum Antriebsstrang eines Fahrzeugs gehören alle Komponenten, die die Leistung für den Antrieb erzeugen. Neben dem Motor sind das beispielsweise auch Kupplung, Fahrzeuggetriebe und Räder.

Audit

Bei einem Audit prüfen externe (oder interne) Experten, ob bestimmte Gesetze, Verordnungen und Richtlinien eingehalten werden.

Biozid

Bei Bioziden handelt es sich um Chemikalien zur Bekämpfung von Schädlingen.

Bordlader-Leistung

Bordlader sind fest in einem elektronisch angetriebenen Fahrzeug verbaute Ladegeräte zum Aufladen der Batterie. Je leistungsfähiger ein Bordlader ist, desto schneller lässt sich das Fahrzeug damit aufladen.

Brennstoffzelle

Eine Brennstoffzelle kann die chemische Reaktionsenergie eines Brennstoffs (zum Beispiel Wasserstoff) und eines Oxidationsmittels (in der Regel Sauerstoff) in elektrische Energie umwandeln. Diese kann beispielsweise für den Antrieb eines Elektromotors genutzt werden. Der Betrieb eines Brennstoffzellenfahrzeugs, das mit Wasserstoff angetrieben wird, setzt keine Kohlenstoffdioxide oder Stickoxide frei.

Capacity Building

Der Begriff Capacity Building beschreibt Maßnahmen, um die Problemlösungsfähigkeit von Organisationen oder Menschen in Entwicklungs- und Schwellenländern zu erhöhen. Dazu gehören beispielsweise Schulungen von Lieferanten.

CDP

CDP (ehemals Carbon Disclosure Project) ist eine unabhängige gemeinnützige Organisation, die sich für die Offenlegung von Umweltdaten durch Unternehmen und Kommunen einsetzt. Ihr gehören mehrere Hundert Großinvestoren an. Seit ihrer Gründung im Jahr 2000 hat sie die weltweit größte Datenbank ihrer Art etabliert.

CER-Zertifikate

Sogenannte CER-Zertifikate („Certified Emission Reduction Units“) werden von den Vereinten Nationen an Projekte vergeben, die in Entwicklungsländern zu einer CO2-Reduzierung beitragen. Unternehmen können diese Zertifikate erwerben, um ihre CO2-Emissionen auszugleichen.

CO2-Flottenwert

Der CO2-Flottenwert gibt den durchschnittlichen Ausstoß der neu zugelassenen Fahrzeuge eines Herstellers in einem Jahr an. Dies kann pro Baureihe, pro Produktbereich, pro Marke, pro Geschäftsbereich und nach regionalen Gesichtspunkten erfolgen. Ein Beispiel ist der Pkw-Neuflottenwert für Europa, der in g CO2/km angegeben wird.

CO2-neutral

CO2-Neutralität bedeutet, dass ein bestimmter Prozess (zum Beispiel die Produktion eines Fahrzeuges) keinen Einfluss auf die CO2-Konzentration der Atmosphäre hat. Dies kann zum Beispiel durch CO2-Kompensationsprojekte (Gold Standard) erreicht werden. CO2-Emissionen, die bei der Fahrzeugherstellung anfallen, können in solchen Projekten etwa durch das Pflanzen von Bäumen wieder ausgeglichen werden.

Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO)

Die Datenschutz-Grundverordnung ist eine Verordnung der Europäischen Union. Sie enthält Regeln zur Verarbeitung personenbezogener Daten und vereinheitlicht diese EU-weit.

Design for Environment (DfE)

„Design for Environment“ ist ein Konzept, um die Umweltauswirkungen von Produkten, Prozessen oder Dienstleistungen zu reduzieren.

E-Fuels

Bei E-Fuels handelt es sich um synthetische Kraftstoffe, die mithilfe von Strom aus Wasser und Kohlendioxid (CO2) hergestellt werden.

Elektro-Architektur

Eine Elektro-Architektur bezeichnet die technische Ausgestaltung eines elektrisch betriebenen Fahrzeugs. Dazu gehören die Festlegung der Spannungsebene für die Batterie und die Elektronikbauteile sowie Software zur Komponentenansteuerung.

Euro-Norm 6d-Temp

Die sogenannte Euro-Norm 6d-Temp ist eine Abgasnorm, die seit September 2018 für neue Fahrzeugmodelle gilt und Grenzwerte für den Ausstoß von Luftschadstoffen festlegt. Zusammen mit der neuen Norm wurde auch das RDE-Verfahren eingeführt. Die strengere Abgasnorm Euro 6d wird 2021 in Kraft treten.

EQ

Die EQ-Serie ist die neue Produktmarke für Elektromobilität von Mercedes-Benz. Das Produktportfolio reicht von Elektrofahrzeugen über Wallboxen und Ladeservices bis hin zu Home-Energiespeichern.

Fahrmodusspeicher

In Deutschland ist gesetzlich vorgeschrieben, dass hoch- und vollautomatisierte Fahrzeuge über einen Fahrmodusspeicher verfügen müssen. Damit lässt sich im Falle eines Unfalls nachvollziehen, wer zu einem bestimmten Zeitpunkt für die Fahrzeugsteuerung verantwortlich war: der Mensch oder das System.

Globaler Batterie-Produktionsverbund

Der globale Batterie-Produktionsverbund von Mercedes-Benz Cars wird künftig aus neun Fabriken an sieben Standorten auf drei Kontinenten bestehen: je zwei Fabriken in Kamenz (DE) und Stuttgart-Untertürkheim (DE) sowie je eine Fabrik in Sindelfingen (DE), Jawor (PL), Peking (CN), Tuscaloosa (US) und Bangkok (TH). Dadurch bleibt die Produktion flexibel und kann auf die Nachfrage in den einzelnen Märkten reagieren.

Gold Standard

Der Gold Standard ist der höchste Qualitätsstandard bei CO2-Kompensationsprojekten. Projekte nach dem Gold Standard tragen neben der Vermeidung von CO2 auch zur nachhaltigen ökologischen und sozialen Entwicklung im Projektumfeld bei. Der Gold Standard wurde unter der Federführung des World Wildlife Fund (WWF) und unter Mitwirkung des Bundesumweltministeriums entwickelt.

Greenhouse Gas Protocol (GHG)

Das Greenhouse Gas Protocol (kurz: GHG Protocol) ist die aktuell am weitesten verbreitete Standardreihe zur Bilanzierung von Treibhausgasemissionen.

Hochvolt-Batterien

Hochvolt (HV)-Batterien versorgen Motoren in Elektro- und Hybridfahrzeugen mit Energie. Sie können aufgeladen werden und speichern durch chemische Prozesse Energie, die bei Bedarf wieder freigesetzt wird.

Hybridtriebkopf

Der Hybridtriebkopf findet in modernsten Hybridfahrzeugkonzepten seinen Einsatz. Er umfasst Wandler, Trennkupplung und E-Maschine.

ISO 14001

Die von der Internationalen Organisation für Normierung herausgegebene Norm ISO 14001 ist ein weltweit führender Standard für Umweltmanagementsysteme.

Machine Learning

Computerprogramme, die auf Machine Learning basieren, können mithilfe von Algorithmen eigenständig Lösungen für Probleme finden. Machine Learning ist Bestandteil künstlicher Intelligenz.

NAFTA

Das Nordamerikanische Freihandelsabkommen (North American Free Trade Agreement – NAFTA) ist ein Wirtschaftsverband zwischen Kanada, den USA und Mexiko. Durch das Abkommen sollen der Handel zwischen den Mitgliedsstaaten gefördert und Investitionen erleichtert werden.

Nebenverbraucher

Zu den Nebenverbrauchern zählen alle Komponenten im Fahrzeug, die nicht für den Antrieb benötigt werden, aber dennoch Energie verbrauchen – etwa Klimaanlage oder Heizung.

NEFZ

Der Neue Europäische Fahrzyklus (NEFZ) ist ein gesetzlich vorgeschriebenes Prüfverfahren zur Messung von Kraftstoffverbrauch und Emissionen von Fahrzeugen. Das Verfahren ist zum 1. September 2017 durch WLTP ersetzt worden.

NGO

Nichtregierungsorganisation (Non-Governmental Organisation – NGO)

NOx

NOx ist ein Oberbegriff für die Stickoxide, die für die Luftverschmutzung besonders relevant sind: Stickoxid (NO) und Stickstoffdioxid (NO2). Diese Gase tragen zur Bildung von Smog und saurem Regen bei und beeinflussen die Ozonschicht.

Nutzlast

Das Gewicht, das ein Fahrzeug zusätzlich zu seiner Leerlast maximal aufnehmen kann, wird als Nutzlast bezeichnet.

OECD

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (Organisation for Economic Co-operation and Development – OECD) mit Sitz in Paris ist eine internationale Organisation mit 36 Mitgliedsstaaten, die sich der Demokratie und Marktwirtschaft verpflichtet fühlen.

Ökobilanzierung

Die Ökobilanz (Life Cycle Assessment – LCA) ist eine systematische Analyse der Umweltwirkungen von Produkten, Verfahren oder Dienstleistungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette – von der Entwicklung über die Nutzungsphase bis hin zum Recycling.

Pariser Klimaabkommen

Das Übereinkommen wurde am 12. Dezember 2015 auf der UN-Klimakonferenz in Paris von 197 Nationen ratifiziert. Es sieht vor, die globale Erwärmung auf deutlich unter 2 Grad Celsius gegenüber vorindustriellen Werten zu begrenzen.

Plug-in-Hybride (PHEV)

Ein Plug-in-Hybrid (Plug-in Hybrid Electric Vehicle – PHEV) ist ein Auto mit Hybridantrieb, dessen Akku sowohl über einen Verbrennungsmotor als auch am Stromnetz geladen werden kann.

Powertrain

siehe Antriebsstrang

Privacy by Design

Übersetzt heißt Privacy by Design „Datenschutz durch Technikgestaltung“. Der Grundgedanke des Ansatzes: Personenbezogene Daten lassen sich am besten schützen, wenn Soft- und Hardware von Grund auf datenschutzkonform konzipiert und entwickelt werden.

Produktlastenhefte

Produktlastenhefte enthalten sämtliche Anforderungen, die ein Fahrzeug zu erfüllen hat, und dienen als Richtschnur für die Entwicklung und Produktion.

Range Extender

Range Extender sind zusätzliche Aggregate in einem Elektrofahrzeug, mit denen sich dessen Reichweite steigern lässt.

RDE-Prüfverfahren (Real Driving Emissions)

Beim RDE-Prüfverfahren handelt es sich um ein Messverfahren, mit dem das tatsächliche Emissionsverhalten von Fahrzeugen im Straßenverkehr unter realen Bedingungen getestet wird.

Redundante Sicherheitssysteme

In redundanten Sicherheitssystemen sind sicherheitsrelevante Funktionen in doppelter Ausführung vorhanden. Fällt beispielsweise das primäre Bremssystem aus, übernimmt ein zweites System die Bremsfunktion.

Rekuperation

Als Rekuperation bezeichnet man die Rückgewinnung von elektrischer Energie, die ansonsten in Form von Wärme verloren gehen würde.

Remanufacturing

Beim Remanufacturing werden gebrauchte Mercedes-Benz Originalteile so aufbereitet, dass sie in Funktion, Sicherheit und Qualität einem Neuteil entsprechen.

Reuse

Unter Reuse versteht man das Prinzip der Wiederverwertung, um Aufwand und Material einzusparen. Wenn man etwa Materialien an einer Stelle nicht mehr benötigt, kommt das Material an anderer Stelle wieder zum Einsatz. Dadurch spart man zum Beispiel Primärrohstoffe ein, deren Gewinnung sonst möglicherweise die Umwelt belasten könnte.

Ride-Hailing

Unter dem Begriff Ride-Hailing versteht man eine Mobilitätsform, bei der ein Fahrer via App angefordert wird. Dabei werden die Fahrten – anders als beim Ridesharing – in der Regel nicht mit anderen Fahrgästen geteilt.

Ridesharing

Ridesharing bezeichnet die gemeinsame Nutzung eines Fahrzeugs für den Transport von Personen von einem Ort zum anderen.

SAE-Level/Automatisiertes und autonomes Fahren

Automatisierte Fahrzeuge unterstützen den Fahrer bei Aufgaben, die er in der Vergangenheit selbst übernommen hat. Hierbei werden fünf Stufen unterschieden: assistiert (SAE-Level 1), teilautomatisiert (SAE-Level 2), hochautomatisiert (SAE-Level 3), vollautomatisiert (SAE-Level 4) und autonom (SAE-Level 5). Der Grad der Automatisierung nimmt mit jeder Stufe zu, die Kontrolle durch den Fahrer nimmt dementsprechend ab.

Schlittenversuche

Schlittenversuche sind Crashtests, bei denen das Auto nicht gegen eine Wand oder einen Gegenstand gefahren wird. Stattdessen wird die Rohkarosserie mit den zu prüfenden Komponenten auf einen Schlitten montiert, der dann ruckartig abgebremst wird – es gibt also keinen echten Aufprall.

Science Based Targets Initiative

Die „Science Based Targets Initiative“ (SBTI) ist eine gemeinsame Initiative des CDP, des UN Global Compact, des World Resources Institute und des World Wildlife Fund (WWF). Ihr Ziel ist es, Unternehmen dazu zu bewegen, Ziele für die Reduzierung von Treibhausgasemissionen festzulegen, die mit der von der Wissenschaft geforderten Dekarbonisierung vereinbar sind, um die Erwärmung auf weniger als 1,5 Grad Celsius/2 Grad Celsius im Vergleich zu vorindustriellen Temperaturen zu begrenzen.

Scope 1-Emissionen

Treibhausgasemissionen, die durch eigene Aktivitäten entstehen, etwa durch die Energie- und Wärmeerzeugung in den eigenen Kraftwerken oder beim Betrieb der eigenen Fahrzeugflotte.

Scope 2-Emissionen

Treibhausgasemissionen, die durch die Erzeugung und den Transport bezogener Energie, etwa Strom oder Fernwärme, entstehen.

Scope 3-Emissionen

Treibhausgasemissionen, die durch vorgelagerte und nachgelagerte Aktivitäten entstehen. Dazu gehören beispielsweise der Ausstoß von Treibhausgasen in der Lieferkette oder Emissionen, die durch die Nutzung unserer Fahrzeuge in Kundenhand entstehen.

SORT-Zyklen

SORT-Zyklen ist die Bezeichnung eines standardisierten Tests für Stadtbusse, der vom UITP (Internationaler Verband für öffentliches Verkehrswesen) initiiert wurde. Ziel ist es, die Fahrzeuge bezüglich ihres Kraftstoffverbrauchs vergleichbar zu machen.

Tank-to-Wheel (TtW)

Tank-to-Wheel heißt wörtlich übersetzt „vom Kraftstofftank bis zum Rad“ und berücksichtigt (anders als bei der umfassenderen Well-to-Wheel-Betrachtung) die Wirkungskette von aufgenommener Energie (Benzin, elektrische Energie) bis zur Entladung während des Fahrens.

Terminmarkt

Auf dem Terminmarkt können Waren, Wertpapiere oder Devisen zu einem bereits heute vereinbarten Preis beziehungsweise Kurs gekauft werden. Die Leistungserbringung aber erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt. Firmen nutzen diesen Markt, um sich gegen Preisschwankungen abzusichern.

Tier-1

Tier-1 bezeichnet die erste vorgelagerte Stufe der Wertschöpfungskette, also die direkten Zulieferer. Die weiteren Stufen der Wertschöpfungskette, also alle Vor-Zulieferer, werden als Tier-n bezeichnet.

UN Global Compact

Der Global Compact der Vereinten Nationen (UN) ist ein Pakt, der zwischen Unternehmen und der UN geschlossen wird, um die Globalisierung sozialer und ökologischer zu gestalten sowie über deren Umsetzung Bericht zu erstatten.

VECTO

VECTO (Vehicle Energy Consumption Calculation Tool) ist ein neues Simulationswerkzeug, das von der Europäischen Kommission entwickelt wurde und zur Bestimmung der CO2-Emissionen und des Kraftstoffverbrauchs von schweren Nutzfahrzeugen (Lastwagen, Busse und Reisebusse) mit einem Fahrzeuggewicht von über 3,5 Tonnen verwendet wird.

Wallbox

Eine Wallbox ist eine Ladestation für Elektroautos, die an einer Wand befestigt wird.

Well-to-Wheel (WtW)

Well-to-Wheel heißt wörtlich übersetzt „von der Quelle bis zum Rad“. Bei der Well-to-Wheel-Betrachtung wird neben dem Fahrbetrieb (wie bei der Tank-to-Wheel-Betrachtung) auch die Produktion des Energieträgers, beispielsweise die Stromproduktion oder die Herstellung von Benzin, berücksichtigt.

WLTP

WLTP (World Harmonized Light Vehicles Test Procedure – WLTP) ist ein internationales Messverfahren. Dabei wird geprüft, wie viel Kraftstoff ein Auto verbraucht und ob es die Abgasgrenzwerte einhält. WLTP hat das alte Messverfahren NEFZ zum 1. September 2017 abgelöst.

Anbieter/Datenschutz

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E-Mail: dialog@daimler.com

Vertreten durch den Vorstand: Ola Källenius (Vorsitzender), Martin Daum, Renata Jungo Brüngger, Wilfried Porth, Markus Schäfer, Britta Seeger, Hubertus Troska, Harald Wilhelm

Vorsitzender des Aufsichtsrats: Manfred Bischoff

Handelsregister beim Amtsgericht Stuttgart, Nr. HRB 19360
Umsatzsteueridentifikationsnummer: DE 81 25 26 315